Geschäftskleidung
Der Begriff Geschäftskleidung, Business-Kleidung oder Business formal bezeichnet die Oberbekleidung, die üblicherweise im Geschäftsleben (z. B. Management, gehobene Funktionen mit akademischer oder kaufmännischer Vorbildung, Banken etc.), in der Politik, von Professoren und Studienräten, höheren Beamten und kirchlichen Würdenträgern sowie von Ärzten getragen wird. Ausgenommen von dieser Definition sind viele an der amerikanischen Westküste ansässige und bestimmte Hochtechnologie-Firmen, bei denen im Geschäftsleben nicht die hier beschriebene Kleidung, sondern Business Casual üblich sind, auch auf der Management-Ebene.Business-Kleidung für Herren
Als allgemeiner Standard hat sich in der Herren-Business-Kleidung der Business-Anzug durchgesetzt. Ein Business-Anzug ist ein seriöser Herren-Anzug (auch Geschäftsanzug genannt, zweiteilig, oft auch dreiteilig mit Weste) mit Krawatte. Obwohl ursprünglich in der westlichen Welt, insbesondere im damaligen Herrenmodezentrum London, entwickelt, hat sich diese Garderobe weltweit als anerkannter Dress-Code durchgesetzt. Im Zusammenspiel mit sonstigem gepflegten Auftreten (Stiletikette), ist der Anzug üblicherweise die seriöse Geschäftskleidung von Politikern, Managern, Rechtsanwälten, Kaufleuten und Vertretern. Der Anzug ist hierbei eher in gedeckten Farben, die Krawatte dezent. Dazu wird ein unifarbenes oder leicht gestreiftes Herrenhemd und gepflegte Herrenschuhe (mit dunklen Socken) getragen.
Business-Kleidung für Damen
Damen haben im Business-Bereich üblicherweise einen größeren akzeptierten Spielraum bei der Wahl ihrer Kleidung. Weltweit verbreitet sind das Business-Kostüm und der Hosenanzug. Keines von beiden hat einen dem Herren-Business-Anzug vergleichbaren Status eines als verbindlich geltenden Standards erreicht, wobei das Kostüm als etwas gehobener gilt. Ein Business-Kostüm ist eine Kombination aus (meist schmal geschnittenem) Rock und jackett-ähnlicher Jacke in Materialien und Farben wie beim Herren-Business-Anzug. Der Hosenanzug besteht ebenfalls aus einer Jacke, sowie einer Hose aus dem selben Stoff. Zu beidem wird eine Bluse getragen. Ein der beim Herrn verpflichtend zu tragenden Krawatte entsprechendes Kleidungsstück gibt es nicht, wobei gelegentlich zum Hosenanzug ein Halstuch aus edlem Stoff getragen wird.
Zum Kostüm werden meist Pumps (Halbschuhe mit Absatz) getragen, und in vielen Ländern ist das Tragen einer Strumpfhose auch bei hohen Temperaturen verpflichtend. In den deutschsprachigen Ländern sowie an der amerikanischen Westküste hat es sich demgegenüber allgemein durchgesetzt, dass Damen an warmen Tagen ihre Pumps gänzlich ohne Strümpfe tragen. Eher als beim Herrn darf dazu an warmen Tagen eine kurzärmelige Version der Bluse gewählt werden.
Kleiderordnung
In größeren Unternehmen, insbesondere in den USA, legt die firmeneigene Kleiderordnung (dress-code) Schnitt und Farbauswahl der Business-Kleidung (des Anzugs für Herren und z. B. des Kostüms für Damen) detailliert fest, oft als Bestandteil ihres Corporate Designs.
Obwohl Business-Anzug und Business-Kostüm eine Referenz bilden, treten bei internationalen Konferenzen dennoch einige Vertreter nichtwestlicher Staaten auch in nationaltypischer Kleidung auf. Dies ist häufig Ausdruck von nationalem Stolz und herausragendem Status, etwa bei einem arabischen Scheich. Häufiger findet man jedoch, dass man sich der geschäftstypischen Kleiderordnung annähert, und zur internationalen Geschäftskleidung nationaltypische Elemente kombiniert werden; verbreitet sind dabei traditionelle Kopfbedeckungen wie ein landestypischer Hut, Turban oder Kopftuch (im Orient oft Kufiya/Palituch), seltener finden sich auch regionaltypische Elemente wie der Cowboyhut (in Texas) oder der Kilt (in Schottland).

