Bushwhacker
Bushwhacking war eine Form des Guerillakrieges, während des Sezessionskrieges. Bushwhacker fand man vorwiegend in ländlichen Gebieten, wo es eine starke Trennung der Bevölkerung gab; jene die die Union unterstützten und jene, die die Konföderation unterstützten.Allgemeines
Bushwhackers waren zum größten Teil keinem militärischen Kommando unterstellt. Sie unternahmen vereinzelte gut geplante und organisierte Angriffe, bei denen ganze Städte niedergebrannt wurden. Im Wesentlichen beschränkten sich die Aktionen aber auf Hinterhalte und Attentate auf gegnerische Personen oder Familien in ländlichen Gebieten. In diesen vom bushwhaking betroffenen Gebieten waren diese Unternehmungen sehr heimtückisch, da hier Nachbar gegen Nachbar kämpfte; oft grenzten diese Attacken schon an Selbstjustiz oder Vigilantentum.
Da diese Angriffe vorwiegend von nicht uniformierten Personen ausgeführt wurden, war ein Gegenschlag von Seiten der Regierung nur sehr schwer möglich, da es hier zu entscheiden galt, ob es legitime, militärische Aktionen waren oder ob es sich um kriminelle Handlungen drehte.
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Unions- und Konföderierte Bushwhacker
Der Ausdruck selber war während des Bürgerkrieges sehr weit verbreitet, aber er wurde bald speziell mit den Guerilla Einheiten aus Missouri verbunden, welche mit dem Süden sympathisierten. Genau dort waren die Bushwhacker-Tätigkeiten am intensivsten. Bis zum Ende des Krieges verwüstete der Guerillakrieg auch noch die Bundesstaaten Kentucky, Tennessee, Arkansas, und den Norden Virginias.
Die Guerilla Kämpfer, welche zur Union hielten (vorwiegend in Kansas) wurden Jayhawkers genannt. Diese verwendet ähnliche Taktiken wie die Bushwhacker.
Die schrecklichste Aktion die während des Bürgerkrieges von den Bushwhacker ausgeführt wurde, war das Massaker von Lawrence, Kansas.
In einigen Gegenden, vor allem in den Appalchen von Tennessee und North Carolina wurde auch Partisanen der Unions-Armee als Bushwhacker bezeichnet. Diese Partisanen waren darauf spezialisiert, Nachzügler der konföderierten Truppen aufzureiben. Vor allem bei der Schlacht von Gettysburg gab es eine Schar von Zivilisten aus Pennsylvania, welche die Nachzügler der Armee von Nord Virginia, gezielt attackierten.
Partisanen Rangers
In vielen Gebieten, operierten diese Illegalen Einheiten noch zusätzlich zu den konventionellen Militäroperationen. Der Berühmteste dieser "Partisanen Ranger" (dieser Ausdruck wurde von der Regierung der konföderierten Staaten eingeführt um diese Aufständischen zumindest formal anzuerkennen) war Col. John Singleton Mosby, welche seine Attacken auf die Unions-Streitkräfte im Shenandoah Valley konzentrierte.
In Missouri operierten die Bushwhacker außerhalb der konföderierten Kommandokette. Doch gelegentlich wurde ein prominenter Bushwhacker-Anführer in einen formalen konföderierten Rang erhoben. (erwähnenswert wäre hier William Clarke Quantrill), oder sie erhielten schriftliche Befehle von konföderierten Generälen (z. B. "Bloody Bill" Anderson bekam den Befehl den Einfall der Konföderierten in Missouri, im Oktober 1864 zu unterstützen oder Joseph C. Porter wurde von General Sterling Price autorisiert, Männer im Nordosten von Missouri zu rekrutieren).
Die meisten der Bushwhacker waren in Missouri selbst organisierte Gruppen von jungen Männern aus den von der Sklaverei dominierten Counties entlang des Missouri Flusses oder dem Mississippi. Diese wählten selber die Aufgabe gegen die Unionstruppen des Nachbarn Kansas zu kämpfen bzw. auf die Invasionen ihrer Heimatstaaten zu antworten.
Jesse James
Die Konflikte der Guerillas in Missouri war eigentlich schon ein Bürgerkrieg im Bürgerkrieg. Einer der berühmtesten Männer die hier kämpften war Jesse James. Er begann seine Karriere im Jahre 1864 und war an den intensivsten Kämpfhandlungen beteiligt. Er kämpfte hauptsächlich gegen seine Mitbürger aus Missouri. Diese waren entweder Freiwillige in US Regimentern, Mitglieder von Milizen aber mitunter
auch nur unbewaffneten Bürger. Das einzige, bestätigte Feuergefecht mit regulären US Truppen eines anderen Staates, ergab sich einen Monat nach der Kapitulation des konföderierten Generals Robert E. Lee, während eines beinahe fatalen Zwischenfalles mit einer Kavallerie Einheit aus Wisconsin. Während der Wirren des Krieges wurden seine Mutter eingesperrt, sein Stiefvater gefoltert und der Rest seiner Familie zeitweise aus Missouri verbannt. Das alles geschah unter der Mitwirkung der Missouri Union-State-Miliz. .
Gräueltaten
Der Konflikt provozierte sehr bald auf beiden Seiten Gräueltaten. Unionstruppen exekutierten oder folterten Verdächtige oft ohne Gerichtsverhandlung oder verbrannten die Häuser von Personen die als Guerillas bzw. als deren Unterstützer verdächtigt wurden.
Die Kansas Jayhawkern brannten Osceola (Missouri) nieder. Fast alle der männlichen Bewohner wurden getötet. Dann wurde das Gefängnis von Kansas City (Missouri), in dem sich hunderte weibliche Verwandte von verdächtigten Bushwhackern befanden, zum Einsturz gebracht. Fünf der Frauen starben. Diese Ereignisse führten zum Massaker von Lawrence, Kansas.
William Quantrill führte diesen ?Feldzug? im August 1863 an. Fast die gesamte Stadt wurde niedergebrannt und rund 200 Männer ermordet. Wiederum als Antwort darauf ordnete der General Thomas Ewing, Jr. die Deportation aller Bewohner, egal ob auf der Seite des Nordens oder des Südens stehend, aus dreieinhalb Counties entlang der Grenze zu Kansas, südlich von Kansas City, Missouri, an. Dies ging als der Befehl No. 11. in die Geschichte ein. Es wurden unter anderem die Familie von Jesse James sowie die Großeltern und die Mutter des späteren Präsidenten Harry Truman vertrieben.
Abseits des Massakers von Lawrence, sollte noch das Massaker von Centralia erwähnt werden. Dort wurden 22 unbewaffnete Unionssoldaten aus einem Zug herausgeholt und von den Bushwhackern ermordet. Kurz darauf wurde die Unionstruppen, welche die Verfolgung aufnahmen in einen Hinterhalt gelockt und gefangen genommen. Auch hier wurden weit über 100 der Gefangenen getötet.
Im Oktober 1864 wurde dann Bloody Bill Anderson von einer Miliz unter dem Kommando von Col. Samuel P. Cox in einen Hinterhalt gelockt und getötet. Der Leichnam von Anderson wurde von der jubelnden Menge zur Schau gestellt und sein Kopf wurden ihm abgetrennt.
Banditen nach dem Krieg
Nach dem Kriegsende blieb die Truppe von Anderson unter der Führung von Archie Clement zusammen. Unter ihnen waren auch Frank und Jesse James. Diese begannen im Februar 1866 mit einer Serie von bewaffneten Raubüberfällen. Einige, u. a. auch der Anführer Clement, wurden gefangen genommen doch stieß andere wie z. B. Cole_Younger und sein Brüder dazu. Bald war die Gruppe als James-Younger Bande bekannt.
Im Jahre 1869 war Jesse James der berühmteste der Bande, als er zu einem der Hauptverdächtigten im Überfall auf die Daviess County Saving Association (in Gallatin (Missouri)). Bei diesem Überfall wurde der Kassier John W. Sheets ermordet.
Während seine Flucht erklärte Jesse James, er hätte nun mit dem Mord an Samuel P. Cox, den Tod von Bloody Bill Anderson gerächt. Er nahm also an, bei dem erschossenen Bankangestellten Sheets, hätte es sich um Col. Cox gehandelt.
Während seiner kriminellen Karriere schrieb Jesse oft an Zeitungen und erzählte voller Stolz von seiner Rolle als Bushwhacker, wie er die Konföderierten unterstütze und der Bevölkerung von Missouri half, nachdem sie von der Unions Regierung brutal behandelt wurde.
Im Jahre 1867 wurde in der Nähe der Stadt Nevada (Missouri), der Sheriff Joseph Bailey, ein ehemaliger Unions-Brigade General, von Bushwhackern erschossen, als er versuchte, diese zu verhaften.
Bushwhacker im Film
*Der Film Der Texaner (??The Outlaw Josey Wales??) mit Clint Eastwood beinhaltet die Geschichte eines ehemaligen Bushwhacker, auf der Flucht vor seinen Peinigern nach dem Krieg.
• with the Devil] zeigt die Geschichte junger Burschen aus Missouri, welche verschiedner Herkunft sind und gemeinsam als Bushwhacker kämpfen.
Quellen
• T.J. Stiles: Jesse James: Last Rebel of the Civil War, New York: Alfred A. Knopf, 2002

