Bursfelde
{| cellpadding="2" style="float: right; width: 307px; background: #e3e3e3; margin-left: 1em; border-spacing: 1px;"| align="center" style="background:#e3e3e3;" colspan="2" style="border-bottom:3px solid gray;" | Bursfelde
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! colspan="2" | Basisdaten
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| Staat: /'>| Niedersachsen
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| Gemeinde: /'>| Hemeln
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| Geografische Lage: /'>|
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| Einwohner: /'>| 40
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| Vorwahl: ||05544
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| Kfz-Kennzeichen: /'>| GÖ
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| Adresse der
Stadtverwaltung: ||
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| Webseiten: || [http://www.hann.muenden.de/ www.hann.muenden.de]
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| Hann. Münden im Landkreis Göttingen (südliches Niedersachsen, Deutschland) ist.
Bekannt ist Bursfelde durch ein historisches Benediktiner-Kloster.
Geographie
Bursfelde liegt an der Westabdachung des Bramwalds bzw. am Nordwestrand des Naturparks_Münden an der Einmündung der Nieme in die Oberweser.
Geschichte
Es ist zu unterscheiden zwischen dem Kloster Bursfelde und dem Dorf Bursfelde (Bursvelde 1272-1409; Lutteken Bursfelde 1443; Luttkebursfelt 1460). Der Ort Bursfelde wurde am 15. Juli 1968 mit Hemeln vereinigt. Durch die Verwaltungs-_und_Gebietsreform gehört er seit dem 1. Januar 1973 zur Stadt Hann. Münden.
Das Kloster Bursfelde wurde als Benediktinerabtei 1093 von Graf Heinrich_dem_Fetten von Northeim gestiftet und mit Mönchen des Klosters Corvey besetzt. 1102 wurde der von Friesen erschlagene Stifter in der Klosterkirche bestattet.
Das Kloster erlebte im 14. und 15. Jahrhundert einen Niedergang, bis Abt Johannes Dederoth 1438 die als Bursfelder Kongregation bekannt gewordene Reformation begann.
1542 wurde durch Herzogin_Elisabeth und Anton Corvinus die Reformation eingeführt, aber die vollständige Abkehr vom katholischen Glauben war erst 1601 endgültig vollzogen. Ein evangelischer Konvent bestand noch bis weit ins 17. Jahrhundert; seitdem sind die Ländereien als Klostergut verpachtet. Während des 30jährigen_Krieges kehrten für einige Jahre katholische Mönche in das Kloster zurück. Die Abtswürde wird noch heute vergeben: seit 1828 wird jeweils ein Professor der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen zum (evangelischen) Abt bestellt. Neben dem Abt besteht ein Konvent aus Professoren der Universität Göttingen, dessen Mitglieder verschiedenen Fakultäten angehören, aber durch das Bekenntnis zum evangelisch-lutherischen Glauben verbunden sind. Der Konvent trifft sich zu gemeinsamem Gebet und Gottesdienst sowie zu gemeinsamen Gesprächen über Themen im Bereich von Religion und Wissenschaft.
;Katholische Äbte
(Ernennungsjahr / Anzahl Jahre als Abt)
*Heinrich (um 1117)
*Nithard (um 1150)
*Johannes Dederoth (1433 / 6)
*Johannes von Hagen (1439 / 29)
*Heinrich (um 1508)
*Johann Trepper (um 1546)
; Evangelische Äbte
(Ernennungsdatum / Anzahl Jahre als Abt)
*Georg Carl Kotzebue (um 1700 bis 1730)
*Friedrich August von Rudloff-Moisfall (um 1800 bis 1822)
• Jacob Planck] (11. April 1828 / 5)
*Friedrich Lücke (30. September 1843 / 12)
*Friedrich Ehrenfeuchter (2. August 1856 / 22)
*Ludwig Schoeberlein (28. Juni 1878 / 3)
*Hermann Reuter (14. November 1881 / 7)
*Hermann Schultz (12. Februar 1890 / 13)
*Karl Knoke (3. April 1904 / 17)
*Carl Stange (1. April 1932 / 27)
*Hermann Dörries (8. August 1960 / 6)
• Jeremias] (15. September 1968 / 3)
*Götz Harbsmeier (26. Januar 1971 / 8)
*Lothar Perlitt (1. April 1981 / 9)
*Joachim Ringleben (1. Juni 2000 / )
Das Kloster
Traditionell findet am Himmelfahrtstag ein Universitätsgottesdient mit anschließendem Festvortrag im Kloster Bursfelde statt. Dadurch soll an die benediktinische Tradition des Zusammengehörens von Gebet und Studium angeknüpft werden. Den Vortrag hält in der Regel ein Göttinger Professor aus seinem üblicherweise nichttheologischen Forschungsgebiet. Die Vorträge werden seit 1982 in der Reihe der "Bursfelder Universitätsreden" im Verlag Göttinger Tageblatt publiziert.
Von den Klostergebäuden ist in erster Linie die romanische Klosterkirche St. Thomas und Nikolaus erhalten, unterteilt in eine Ost- und eine Westkirche mit deren zur Weser hin stehenden Türmen. Der Innenraum der Westkirche enthält Wandmalereien aus romanischer Zeit. In der Ostkirche wird regelmäßig der Gottesdienst abgehalten. Südlich daneben befindet sich ein "Raum der Ruhe", in dem man sich eine Kerze anzünden und in Ruhe beten kann.
Eine weitere Besonderheit ist die Bursfelder Kirchenglocke. Sie wurde nach dem 2. Weltkrieg vom Hamburger Glockenfriedhof nach Bursfelde geholt. Es handelt sich hierbei um eine Glocke aus dem Königsberger Dom, die schon Immanuel Kant gehört hat.
An die Kirche grenzen alte und neu errichtete Klostergebäude, in denen sich heute ein Zentrum für Einkehr und Tagungen befindet.
Zum 900jährigen Bestehen des Klosters erschien 1993 eine Sonderbriefmarke der Deutschen_Bundespost mit den Abbildungen der Klosterkirchen von Bursfelde und Maria Laach. Das Kloster Maria Laach, ebenfalls 1093 gegründet, ist seit der Reformation eng mit dem Kloster Bursfelde verbunden (Bursfelder Union).
Literatur
* Nicolaus Heutger: Bursfelde und seine Reformklöster. 2. erw. Auflage. August Lax, Hildesheim 1975.
* Lothar Perlitt: Professoren der Theologischen Fakultät in Göttingen als Äbte von Bursfelde, in: Jahrbuch der Gesellschaft für Niedersächsische Kirchengeschichte 82 (1984), 261-314; 83 (1985), 7-25.
* Lothar Perlitt (Hrsg.): 900 Jahre Kloster Bursfelde. Reden und Vorträge zum Jubiläum 1993, Göttingen 1994.
Weblinks
• Website des Geistlichen Zentrums Kloster Bursfelde

