Burning Spear
2006]]Burning Spear, eigentlich Winston Rodney, (1945) ist ein jamaikanischer Reggae-Interpret, der zu den Hauptvertretern des Roots-Reggae zählt.
Die ersten Aufnahmen von Winston Rodney datieren zurück auf 1969. In diesem Jahr nahm er "Door Peep" im legendären Studio One in Jamaika auf. Den Kontakt mit den Studiobetreibern hatte Bob Marley hergestellt. Noch vor Veröffentlichung der Single nahm Rodney den Künstlernamen Burning Spear an, der auf ein Zitat von Jomo Kenyatta, einem afrikanischen Freiheitskämpfer und späteren Präsidenten von Kenia, zurückgeht. Das Werk von Burning Spear ist auch sehr stark von der Befreiungsbewegung von Marcus Garvey beeinflusst.
In den Siebziger Jahren wechselte Burning Spear zu Island Records, wo er zunächst mit Hilfe von Produzent Jack Ruby mehrere erfolgreiche Alben aufnahm. Vom Album "Marcus Garvey" (1975) erschien im Jahr darauf ein alternatives Remix-Album ("Garvey´s Ghost"), auf dem instrumentale Dub-Versionen der ursprünglichen Stücke enthalten sind, und das eines der ersten erfolgreichen Dub-Alben überhaupt war. In der Folgezeit erschienen zu vielen Burning-Spear-Alben die entsprechenden Dub-Alben. Ab den späten 70ern produzierte Rodney die Platten auch selbst.
Anfang der Achtziger war Burning Spear bei EMI unter Vertrag und produzierte für dieses Label drei LPs, um Mitte der 80er zum Label Slash zu wechseln. Ab 1990 war Burning Spear wieder bei Island unter Vertrag, wechselte jedoch 1993 zu Heartbeat Music, wo er schon 1979 ein kurzes Intermezzo hatte. 2002 erfolgte der Schritt in die völlige künstlerische Unabhängigkeit mit der Gründung des eigenen Plattenlabels Burning Spear Records.
Das Album "Calling Rastafari" von 1999 wurde im Jahr 2000 für den Grammy nominiert.
Burning Spear hat in den vergangenen mehr als 30 Jahren ca. 20 originäre Alben eingespielt, dazu kommen knapp ein Dutzend hiervon abgeleitete Dub-Alben und etliche weitere Live-LPs sowie zahlreiche Compilations. Die Labels Island und EMI haben aus den Aufnahmen der entsprechenden Vertragszeit Mitte der 80er erstmals Greatest-Hit-Compilations veröffentlicht, die anderen Labels haben sukzessive nachgezogen, so dass zahlreiche solcher Compilations auf dem Markt sind, die jedoch meist nur Vertragsmaterial jeweils einer Plattenfirma enthalten, und daher nur einen ungenügenden Überblick verschaffen können.
Der Sound der klassischen Burning-Spear-Aufnahmen ist geprägt von zurückhaltender Instrumentalisierung und von charakteristischen Bläsersätzen - und natürlich von Winston Rodneys charismatischer Stimme.
Diskographie
*Burning Spear (Album) (1973)
*Rocking Time (1974)
*Marcus_Garvey (1975)
*Garvey's Ghost (1976)
*Man in the Hills (1976)
*Dry & Heavy (1977)
*Live (1977)
*Social Living (1978)
*Living Dub Vol. 1 (1979)
*Harder Than the Best (1979)
*Hail H.I.M (1980)
*Living Dub Vol. 2 (1980)
*Farover (1982)
*The Fittest of the Fittest (1983)
*Reggae Greats: Best of Island years 1975-1978 (1984)
*Resistance (1986)
*People Of The World (1986)
*100th Anniversary: Marcus Garvey/Garvey's Ghost (1987)
*The Fittest Selection: Greatest hits of 1980-1983 (1987)
*Mistress Music (1988)
*Live In Paris (1989)
*Mek We Dweet (1990)
*Jah Kingdom (1991)
*The Original (1992)
*The World Should Know (1993)
*Love And Peace: Burning Spear Live! (1994)
*Rasta Business (1995)
*Living Dub Vol. 3 (1996)
*Chant Down Babylon: The Island Anthology (1996)
*Best of Burning Spear (1996)
*Appointment With His Majesty (1997)
*(A)live In Concert 97 (1998)
*Living Dub Vol. 4 (1999)
*Calling Rastafari (1999)
*Live in Montreaux (2001)
*Ultimate Collection: Best of Collection (2001)
*Spear Burning: Best of the non-albums releases (2001)
*Best of the Fittest: Best of Collection (2001)
*Rare and Unreleased (2001)
*20th Century Masters: The Best of Burning Spear: Best of the Island years (2002)
*Jah No Dead (2003)
*Free Man (2003)
*Living Dub Vol. 6 (2004)
*Creation Rebel (2004)
*Sounds from the Burning Spear (2004)
*Live In South Africa 2000 (2004)
*Our Music (2005)
Weblinks
* http://www.burningspear.net
* http://www.burning-spear.com (Inoffizielle Seite)

