Burnett-Syndrom
Das Burnett-Syndrom (auch Milch-Alkali-Syndrom) ist eine nach dem amerikanischen Arzt Charles Hoyt Burnett benannte Kalzium-Stoffwechselstörung infolge eines Überangebotes an leicht resorbierbaren Alkalien (z. B. über Milch).
Klinisch äußert sich das Burnett-Syndrom mit Übelkeit und Erbrechen, Schwindelgefühl und Gangstörungen (Ataxie). Es kommt zu einer Alkalose, zu einem Anstieg des Kalzium-Gehalts im Blut (Hyperkalzämie) ohne vermehrte Kalziumausscheidung über den Urin und ohne Abfall des Phosphatgehalts im Blut. Der erhöhte Kalziumspiegel führt zu einer Kalzinose mit Kalksalzablagerungen in die Bindehaut, unter Umständen auch in die Hornhaut (?Bandkeratitis? der Lidspalte), sowie in die Nierentubuli mit der Gefahr der Ausbildung einer Niereninsuffizienz.

