Burkinische Fußballnationalmannschaft
Die burkinische Fußballnationalmannschaft tritt unter diesem Namen an, seitdem der Obervolta 1984 in Burkina Faso umbenannt wurde. Die Mannschaft belegt in der FIFA-Weltrangliste Platz 57 (Februar 2007). Größter Erfolg war das Erreichen des vierten Platzes bei der Afrikameisterschaft im eigenen Land 1998. Der Spitzname Les Étalons (frz. ?die Hengste?) bezieht sich auf den Hengst der legendären Mossiprinzessin Yennenga aus dem 15. Jahrhundert.
Geschichte
Seit der Unabhängigkeit der Republik Obervolta im Jahre 1960 bestand die Nationalmannschaft aus Spielern der beiden zu damaliger Zeit existierenden Ligen; Ouest im Westen des Landes um Bobo-Dioulasso und Est um die Hauptstadt Ouagadougou. Aufgrund fehlender Ressourcen und Ambitionen waren die Leistungen der folgenden Jahre von starken Schwankungen gekennzeichnet; bis in die Siebzigerjahre hinein war die Leistung von Inkonstanz geprägt. Siege und Niederlagen in unmotiviertem Wechsel ließen Verantwortliche und Beobachter indifferent. Es bestand kein politischer Wille, die Qualität der obervoltaischen Mannschaft zu verbessern; die alleinige Teilnahme ? das hieß meist das Austragen von Freundschaftsspielen ? zählte. Spieler aus dieser Zeit waren Fousséni Traoré, Ahmadou Bamba, Casimir Ziba, Bernard Ouédraogo und andere.
Obervolta profitierte 1978 vom Ausschluss der Elfenbeinküste und konnte dadurch zum ersten Mal an der Afrikameisterschaft teilnehmen; beim Turnier in Ghana erlitt das Team drei Niederlagen in ebensovielen Spielen. Pascal Ouédraogo, Sidiki Diarra oder Abdoulaye Compaoré waren Spieler dieser Mannschaft. Die Revolution Thomas Sankaras im Jahre 1983 änderte die Situation des Fußballs im Lande; es bestand nun ein deutlicher politischer Wille zur Förderung des Sports, die unter Blaise Compaoré seit seiner Herrschaft 1987 über das nun Burkina Faso genannte Land ihren Höhepunkt finden sollte. Unter seinem Einfluss entwickelt sich ein wirkliches Bewusstsein für die Nationalmannschaft; feste Spieltermine boten den Rahmen für die weitere Entwicklung dafür und 1996 konnte sich das Land zum ersten Mal aus eigener Kraft für die Afrikameisterschaft qualifizieren. Trotz einer guten Qualifikation wurde das Turnier für das von Idrissa Traoré trainierte Team zu einer großen Enttäuschung.
Beim Turnier im eigenen Land 1998 konnte sich die Mannschaft nach einer Auftaktniederlage von Sieg zu Sieg bis ins Halbfinale spielen, unterstützt vom euphorischen Heimpublikum. Am Ende stand Platz 4 zu Buche. Diesen Erfolg konnte man in den folgenden Jahren nicht mehr wiederholen. 2000, 2002, 2004 kam jeweils das Aus in der Vorrunde; 2006 wurde die Qualifikation sogar ganz verpasst. Nach dem Engagement diverser ausländischer Trainer setzt der Verband nun wieder auf den einheimischen Idrissa Traoré und eine neue Spielergeneration.
Teilnahmen an Fußball-Weltmeisterschaften
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Bekannte Spieler aus Burkina Faso
Mohamed Kaboré
Moussa Ouattara
Mahamoudou Kéré
Wilfried Sanou
Lamine Traoré
Rahim Ouédraogo
Jonathan Pitroipa
Alassane Ouédraogo
Moussa Kaboré
Mady
Ousséni Zongo
Amadou Touré
Moumouni Dagano
Abdoulaye Cissé
Aristide Bancé
Mamadou Zongo
Yssouf Koné
Bisherige Nationaltrainer
Otto_Pfister (Deutschland) 1976?1978
Peter Überjahn (Deutschland) 1988?1990
Carlos Barrios (Brasilien) 1990?1991
Amokrane Waliken (Algerien) 1991?1992
Idrissa Traoré (Burkina Faso) 1992?1996
Calixte Zagré (Burkina Faso) 1996
Ivan Vutov (Bulgarien) 1996?1997
Malick Jabir (Ghana) 1997
Philippe Troussier (Frankreich) 1997?1998
Didier Notheaux (Frankreich) 1999
René Taelman (Belgien)
Oscar Fullone (Argentinien)
Jacques Yaméogo (Burkina Faso)
Ivica Todorov (Frankreich/Serbien-Montenegro)
Bernard Simondi (Frankreich)
Idrissa Traoré (Burkina Faso) seit 2006
Ergebnisse gegen deutschsprachige Mannschaften
Burkina Faso hat noch keine Spiele gegen deutschsprachige Nationalmannschaften ausgetragen.
Weblinks
• Burkinischer Fußballverband
• Statistiken zu allen Länderspielen

