Burkhard Hess
Burkhard Hess (17. Juli 1961 in Worms) ist ein deutscher Zivilrechtler.Werdegang
Nachdem Burkhard Hess 1980 in Marburg sein Abitur ablegte studierte er 1981/1982 Rechtwissenschaften auf der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Sein Jurastudium setzte er auf der Université de Lausanne (1982-1983) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (1983-1986) fort. 1985 erwarb er das Diplôme Supérieur de Droit Comparé der Fakultät für internationales Recht an der Universität Straßburg. Im Januar 1987 legte er das Erste juristische Staatsexamen ab. Er war 1987 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Internationales Recht (Völker- und Europarecht) der LMU München bei Bruno Simma. Von 1987 bis 1992 folgte das Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichtes_München, das mit dem Zweiten Staatsexamen abgeschlossen wurde. Unterbrochen wurde das Referendariat durch die Verwaltung der Stelle eines Wissenschaftlichen Assistenten am am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht, Internationales Zivilprozessrecht und Allgemeine Verfahrenslehre der LMU (Januar 1988 - Februar 1990). Während des Referendariats promovierte er zum Thema Staatenimmunität bei Distanzdelikten im Dezember 1990. Nach der Ableistung des Referendardienstes wurde er von 1991 bis 1995 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht der Universität München.
Im Wintersemester 1995/1996 folgte eine Lehrstuhlvertretung an der Universität_Erlangen und im Januar 1996 die Habilitation über intertemporales Privatrecht. Im April 1996 wurde er zum Professor für Bürgerliches Recht und Sozialrecht an die Universität in Erlangen und im Oktober 1996 an die Eberhard-Karls-Universität Tübingen auf den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht, Internationales Privat- und Verfahrensrecht berufen. Von Oktober 2000 bis September 2002 war er Dekan der juristischen Fakultät der Universität Tübingen. Im Juli 2002 erfolgte die Berufung auf die Stelle einer C-4-Professur an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und bereits im August 2002 auf einen Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Prozessrecht an der LMU München. Hess ist seit dem 1. April 2003 Professor an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Als Direktor des Instituts für ausländisches und internationales Privat- und Wirtschaftsrecht hat er den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Prozessrecht, Internationales Privat- und Verfahrensrecht inne. Seit April 2006 ist er an der Sorbonne Professeur invité.
Forschung und Lehre
Seit einer Gastprofessur an der Universität_Peking im August 2000 für ?Comparative Procedural Law? reist er regelmäßig nach China und hält dort Vorlesungen.
2003/2004 erstellte er im Auftrag der Europäischen_Kommission eine vergleichenden Studie zum Europäischen Vollstreckungsrecht (Vermögenstransparenz, einstweiliger Rechtsschutz, grenzüberschreitende Pfändung von Bankkonten). Seit Januar 2006 führt er für die Kommission gemeinsam mit Prof. Peter Schlosser und Prof. Thomas_Pfeiffer die Studie JLS C4/2005/03 ?on the Application the Application of Regulation Brussels I? durch.
Forschungsschwerpunkte sind derzeit Europäisches Verfahrensrecht, Kollektive Rechtsbehelfe, die Entschädigung für NS-Zwangsarbeit und Sportrecht.
Mitgliedschaften
Hess ist Vorstandsmitglied der Wissenschaftlichen Vereinigung für Internationales Verfahrensrecht, Mitglied der World Association for Procedural Law, der International Law Association, des Deutschen Rates für Internationales Privatrecht, der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht, der Zivilrechtslehrervereinigung und der Zivilprozessrechtslehrervereinigung.
Weblinks
• Institut für ausländisches und internationales Privat- und Wirtschaftsrecht der Universität Heidelberg
• Lebenslauf von Burkhard Hess
• Veröffentlichungsliste von Burkhard Hess
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