Burim Osmani
Burim Osmani (1964) ist ein in Deutschland lebender albanischer Unternehmer.Leben
Osmani studierte Ökonomie und kam Ende der 1970er Jahre mit seiner Familie, zu der auch seine Brüder Baschkim, Bekim und Quazim gehören, aus dem Kosovo nach Hamburg. Erstes Geld gewann sein Bruder Quazim ? nach eigenen Angaben ? beim Glücksspiel. 1985 arbeitete Burim Osmani zunächst in Hamburg bei seinem Bruder Quazim als Kellner. [http://www.abendblatt.de/daten/2007/05/08/736909.html Prozess: Burim Osmani beteuert seine Unschuld], Hamburger Abendblatt, 8. Mai 2007 Das später auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzte Vermögen wurde nach eigenen Angaben in der Gastronomie und mit Immobilieninvestitionen erwirtschaftet. Burim Osmani kaufte mehrere Lokale in der Hamburger Innenstadt, Nachtklubs auf St._Pauli (?Heiße Ecke?, ?Bayerisch Zell?) und Wohnhäuser. Zu dem ist er Gesellschafter von drei Immobilienfirmen.
Der Bundesnachrichtendienst beobachtet Burim Osmani und weitere Familienangehörige wegen des Verdachts der organisierten_Kriminalität, auch hätten sie in Hamburg eine Art ?Statthalterfunktion?. Vermutet wird auch, Hamburger Politiker und eine Lauenburger Bank hätten den Aufstieg der Osmanis begünstigt.
In einem Papier des Bundesnachrichtendienstes heißt es nach Informationen der Hamburger Morgenpost, die "Osmani-Brüder" setzten Beträge in Millionenhöhe um, wobei sie sich in der operativen Arbeit betont im Hintergrund hielten und andere für sich arbeiten ließen.
Eine weitere Form des Immobilienerwerbs erfolge über ?Finanzhilfen? an Personen in finanziellen Schwierigkeiten; könne die Schuld nicht getilgt werden, übernehme eine dritte Person, die nicht in kriminelle Aktivitäten verwickelt sei, für Osmani das Objekt. Hamburger Morgenpost: [http://www.mopo.de/2006/20060510/hamburg/politik/ein_millionaer_wird_abgefuehrt.html Ein Millionär wird abgeführt]. 10. Mai 2006
Burim Osmani wurde 1999 zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen wegen Hehlerei verurteilt: er hatte gestohlene TÜV- und ASU-Plaketten gekauft. 2004 wurde er vom Landgericht Lübeck zu 14 Monaten Haft auf Bewährung wegen Steuerhinterziehung verurteilt.
Osmani betreibt seit Januar 2004 ein Asylheim, für das die Stadt Hamburg jeden Monat 39.000 ? bezahlt. Hamburger Abendblatt: [http://www.abendblatt.de/daten/2006/11/12/638306.html Hamburg zahlt jeden Monat 39 000 Euro an Osmani]. 12. November 2006
Seit Mai 2006 sitzt er wegen des Vorwurfs des schweren Betrugs in Nürnberg in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, durch einen Scheinvertrag mit einem Bauherren über den Kauf von Wohnungen, diesem einen 10-Millionen-Kredit erschlichen zu haben. Als Provision soll er 370.000 ? erhalten haben. Der Prozess, in dem Burim Osmani der Beihilfe zum Betrug beschuldigt wird, begann am 10. April vor dem Landgericht Würzburg. Burim Osmani äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. Bis zum voraussichtlichen Urteilsspruch Ende Mai sind 16 Verhandlungstage angesetzt.
Im Januar 2007 wurde durch die Hamburger Staatsanwaltschaft eine weitere Anklage erhoben wegen Untreue und Konkursverschleppung. [http://www.abendblatt.de/daten/2007/01/13/668806.html Burim Osmani erneut angeklagt], Hamburger Abendblatt, 13. Januar 2007
Mit Hilfe seiner Rechtsanwälte und des Persönlichkeitsrechts gelang es Burim Osmani bis zu seiner Verhaftung, der deutschen Presseorgane das Zitieren aus Berichten des Bundesnachrichtendienstes oder die Nennung seines Namens zu verbieten. [http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID2982162,00.html Maulkorb für Journalisten in der Osmani-Affäre], NDR-Medienmagazin ZAPP, 16. August 2006
Quellen
Weblinks
• BR-ONLINE: "Scheingeschäft vermutet"
• NDR, 21.12.2006: "Anklage gegen Hamburger Kaufmann Burim Osmani erhoben"
• Der Kiez-Clan und die Kleinstadtbank, Stern, 16/2007

