Burgwall Spandau
Der Spandauer Burgwall ist die moderne Bezeichnung eines archäologischen Fundplatzes im heutigen Spandau (Berlin).Es handelt sich um die Reste einer slawischen Siedlung. Erste Besiedlungsspuren reichen bis ins 8. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit siedelten die Slawen auf einer kleinen Insel in der Havel, ca. 2 km südlich der heutigen Altstadt-Spandau. Die Siedlung wurde schon früh befestigt. Hochwertige Funde, aber auch ein aufwendig befestigter Teil der Siedlung zeigen, dass hier wohl ein Hevellerfürst residierte. Die Besiedlung griff schon bald auf das nahe gelegene Ufer über, wobei man über eine hölzerne Brücke auf die Insel gelangte. Der Flussarm, der die Insel vom Land trennte, versandete jedoch schon bald.
Der Ort wurde mehrmals zerstört oder brannte aus anderen Gründen nieder und wurde aber immer wieder aufgebaut. Alle Bauten waren aus Holz errichtet. Die Siedlung wurde im 12. Jahrhundert aufgegeben. Die Bevölkerung siedelte in dieser Zeit in das nahe gelegene, und neu gegründete Spandau über. Neben der Siedlung konnte auch ein zugehöriger Friedhof ausgegraben werden.
Weblink
• Stadtgeschichte Spandau
• Ausgrabungen 2005 am Burgwall
• Pressebox: Vermutete Handwerkersiedlung auf dem Spandauer Burgwall wird ausgegraben
• Pressebox: Archäologische Grabungen am Spandauer Burgwall abgeschlossen

