Burgstein
Burgstein ist eine Gemeinde im Verwaltungsgemeinschaft Weischlitz.
Geographie
Burgstein liegt etwa 12 Kilometer südwestlich von Plauen und etwa 13 Kilometer nordöstlich von Hof. Der Norden der Gemeinde wird vom Oberlauf der Weißen_Elster durchzogen.
Nachbargemeinden
Angrenzende Gemeinden sind Bösenbrunn, die Stadt Oelsnitz, Reuth, Triebel/Vogtl. und Weischlitz im Vogtlandkreis, die Stadt Gefell im thüringischen Saale-Orla-Kreis sowie Feilitzsch und Trogen im bayerischen Landkreis Hof.
Gemeindegliederung
Zu Burgstein gehören folgende Ortsteile:Geschichte
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
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2003 - 2.076
2004 - 2.053
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: Datenquelle: Statistisches Landesamt Sachsen
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Der Burgstein ist eine der typischen Erhebungen des brekzie des Oberdevon (Erdaltzeit) und erhebt sich 546 m über NN. Das Wandergebiet um den Burgstein ist Landschaftsschutzgebiet und Teile davon befinden sich im Grünen_Band, dem ehemaligen Grenzschutzstreifen der DDR.
Auf der höchsten Erhebung befinden sich, nur durch wenige Meter getrennt, die Ruinen zweier Wallfahrtskirchen aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. Anlass für die dort entstandene Marienwallfahrt war der Überliefung zufolge eine Marienerscheinung im Jahre 1474. Die Wallfahrt hat im Laufe der Jahre zu umfangreichen Streitigkeiten zwischen den Bistümern Bamberg und Naumburg geführt, da die Kirchen in unmittelbarer Nähe der Bistumsgrenzen stehen und die Einnahmen der Wallfahrt beträchtlich gewesen sein müssen. Martina Bundszus, Neue Dokumente zum alten Burgstein - Eine Wallfahrtskirchenanlage im Spannungsfeld territorialer Interessen. In: Das Vogtland. Schrift zu Kultur und Geschichte des Vogtlandes, Plauen 2006, S. 9-57. ISBN 3-928828-37-1.
Im Ort Krebes befindet sich neben einer kleinen Museumsstube das Haus des vogtländischen Malers und Grafikers Hermann_Vogel (1854 ? 1921), eines spätromantischen Zeichners, der in der Nachfolge von Ludwig Richter durch seine Buch- und Märchenillustrationen vor allem im Verlag Braun & Schneider, München, bekannt geworden ist. Im Haus befindet sich eine Außenstelle des Vogtlandmuseums Plauen mit einer Dauerausstellung zu Leben und Werk von Hermann Vogel.
Vom Burgstein führt ein Weg durch das Kemnitzbachtal zur Kienmühle, einer im 17. Jahrhundert erbauten Mahl- und Schneidemühle wandern. Im Ort Ruderitz befindet sich ein wunderschön restaurierter Gasthof aus dem 18. Jahrhundert. In Geilsdorf ist die restaurierte Ruine eines Wasserschlosses und ein artesischer_Thermalbrunnen zu sehen. Auf einer Anhöhe über dem Dorf Heinersgrün steht St. Clara, die weithin sichtbare Grabkapelle der Familien von Feilitzsch und von Pölnitz aus dem späten Mittelalter.
Verkehr
Auf dem Gebiet der Gemeinde verläuft die Autobahn_A_72 mit einer Anschlussstelle in Pirk.
Weiterhin wird die Gemeinde von Nordost nach Südwest vom Abschnitt Plauen?Hof (Saale) der Sächsisch-Bayrischen_Eisenbahn durchquert. Haltepunkte gibt es in Grobau und Gutenfürst.
Der Bahnhof in Gutenfürst war zu Zeiten der DDR Grenzbahnhof.
Söhne und Töchter der Stadt
Aus dem Geschlecht der von Burgsteins, gibt es noch heute eine adelige Linie. Die Gräfin Celine von Burgstein wohnt mit ihrer Familie nicht mehr in ihrer Heimat, sondern in Berlin.
Literatur
* Rolf Ketzel, Die Burgsteinwirte und ihre Gäste, Plauen 2004 ISBN 3-928828-30-4
Weblinks
• Der Burgstein bei Krebes im Vogtland
• Bilder der Ruinen sowie von der 3D-Rekonstruktion der Kirchen

