Burgstall Thurneck
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Der Landkreis Donau-Ries in Bayerisch-Schwaben. Die Burgstelle wird durch einen ungewöhnlich breiten und tiefen Graben von der Hochfläche abgetrennt.
Lage
Der Burgstall liegt auf einem nordwestlich vorspringenden Hügelsporn, etwa 24 m über dem Hahnenbachtal. Er liegt auf privatem Gelände und ist vom Wald überwachsen.
Geschichte
Die Burg war der Sitz der edelfreien Herren von Thurneck, die 1251 mit Heinrich von Turnekke erstmals in einer Urkunde genannt wurden.
Bereits vor 1259 muss die Burg in den Besitz der Grafen von Oettingen übergegangen sein.
1259 tauschten Ludwig III. von Oettingen und das Kloster Ellwangen Burg und Herrschaft Thurneck mit Rohrbach gegen das klösterliche Donaumünster.
Anfang des 13. Jahrhunderts nannten sich die Spät von Steinhart-Faimingen als Lehnsnehmer nach der Burg. Die Witwe Konrads des Spät von Thurneck heiratete in zweiter Ehe einen Marschall von Oberndorf.
1396 saßen die von Hoppingen auf der Veste.
1523 verkaufte Georg von Waal zu Thurneck Burg und Herrschaft wieder an die Oettinger.
Die nun unbewohnte Burg begann zu zerfallen und diente ab 1664 als Steinbruch für ein Jagdschloss hinter der Burg.
Dieses Jagdschloss wurde 1730 nochmals erweitert. Hierzu brach man erneut Steine aus der Ruine aus.
Das Schloss wurde allerdings um 1835 bereits wieder aufgegeben und abgebrochen.
Anlage
Die Burgstelle (ca. 30 x 75 m) wird durch einen ungewöhnlich breiten und tiefen Graben von der Hochfläche abgetrennt. Dieser Abschnittsgraben ist bis zu 16 m tief und etwa 30 m breit. Im Westen schützt der Steilabfall die Burg, am nördlichen Ende begrenzt ein niedriger Wall den Grabenrand.
Von der Kernburg haben sich nur Mauerreste und hohe Schuttriegel erhalten. An der Ostseite ist noch ein etwa 6 m langes Mauerstück zu sehen. In der - ungefähr 1,5 m hohen - Bruchsteinsteinmauer stecken einige ältere Quader.
Das Burgplateau wird in der Mitte von einer Kuppe überragt. Eine Mulde markiert hier den Standort des ehemaligen Bergfriedes oder Wohnturmes. Der quadratische Turmbau dürfte außen etwa 9 x 9 m gemessen haben. Neben den hohen Schuttwällen sind noch geringe Reste der Verblendung aus Kleinquadern feststellbar.
Literatur
* Günter Schmitt: Burgenführer Schwäbische Alb, Band 6, Ostalb. ? Biberach, 1995. ? ISBN 3-924489-74-2
Siehe auch
Liste der Burgen und Schlösser in Bayern

