Burgstall Hammel
Der hochmittelalterliche Burgstall Hammel liegt über dem Neusäßer Ortsteil Hammel im Landkreis Augsburg in Bayerisch-Schwaben. Die Erdwerke der umfangreichen Burganlage lassen sich noch gut im Gelände verfolgen.Geschichte
Der ?Hammelberg? am Rand des heutigen Naturparks_Augsburg-Westliche_Wälder trug im11. und 12. Jahrhundert eine Ministerialenburg (de hamel?) der Bischöfe von Augsburg. Das Lehen fiel aber bereits um die Mitte des 12. Jahrhunderts an die Bischöfe zurück. Gegen 1154 verlegten die Augustiner-Chorherren von Muttershofen ihr Kloster für kurze Zeit auf den Hügel, siedelten jedoch schon 1167 nach Heilig-Kreuz in Donauwörth über. Seitdem ist der Burgplatz verlassen. Im 19. Jahrhundert wurde auf dem Plateau der Hauptburg ein Begräbnisplatz für die Familie von Stetten eingerichtet. Dieses Geschlecht bewohnt seit dem frühen 18. Jahrhundert das Schloss unterhalb des Burgstalls.
Beschreibung
Die Hammelburg liegt auf einem frei stehenden, heute bewaldeten Hügel über dem Ort. Die Anlage ist ca. 230 m lang. Im Süden wird der Kegel der Hauptburg durch einen Halsgraben von der Vorburg abgetrennt und durch einen dreiseitig umlaufenden Flankenwall geschützt. Östlich unterhalb liegt ein weiterer Wallzug auf einer Geländestufe.
Auf dem Vorburgplateau bezeichnet eine große, quadratische Grube den Standort eines Gebäudes. Im Norden und Westen sind Gräben zu erkennen, der westliche ist einem Wall vorgelagert. Im Inneren verläuft ein nicht zusammenhängender, winkeliger Quergraben.
Literatur
*Wilhelm Neu, Frank Otten:Landkreis Augsburg (Bayerische Kunstdenkmale, Kurzinventar XXX). München, 1970

