Burgruine Falkenstein (Taunus)
Die Burgruine Falkenstein befindet sich im gleichnamigen Heilklimatischen Kurort Falkenstein, einem Stadtteil von
Königstein im Taunus. Der rechteckige Bergfried aus dem 14. Jahrhundert
mit seinem runden Aufsatztürmchen aus dem 15. Jahrhundert ist weithin
sichtbar, sowohl von Königstein aus als auch aus Richtung Kronberg. Von
der Burgruine aus lassen sich Frankfurt und weite Teile der Rhein-Main
Zur Geschichte der Burg
Die Burg wurde in der Mitte des 14. Jahrhunderts von den Herren_von_Bolanden-Falkenstein, die ihren Hauptsitz am Donnersberg in der Pfalz
besaßen, als Burg Neu-Falkenstein errichtet, und zwar unmittelbar neben der
mutmaßlich schon aus dem 11. Jahrhundert stammenden Burg Nürings. Im Jahr 1364 wurde sie im Zusammenhang mit dem
Reichskrieg gegen Philipp VI. von Falkenstein erstmals erwähnt.
In rascher Erbfolge wechselte die Burg ab Ende des 14. Jahrhunderts ihren Besitzer. Den Grafen von Sponheim folgten Philipp von Nassau (1385) und die Herren von Hattstein sowie die Herren von Kronberg, die zuerst Lehnsmannen und danach Besitzer waren. Um 1500 wurde die Ringmauer durch Flankierungstürme verstärkt und der spätgotische Bergfried in Butterfassform (ähnlich demjenigen in Idstein) ergänzt. Anfang des 17. Jahrhunderts kam die Burg in den Besitz der Herren von Staffel.
Das Ende der Burg kam nach dem Dreißigjährigen_Krieg. Sie verlor an Bedeutung und verfiel. Teile waren zwar noch bis etwa 1780 durch die Herren von Bettendorf bewohnbar, wurden danach jedoch abgebrochen. Der allmähliche Abbruch der restlichen Anlage wurde erst 1842 gestoppt. Das heute sichtbare Eingangstor ist eine Rekonstruktion aus dieser Zeit.
1945 ging die Burganlage in den Besitz der damaligen Gemeinde Falkenstein über.
Die Ruine heute
Die Ringmauer, ein Teil der Schildmauer, der Bergfried, Gebäudereste an der Ostseite sowie zwei Kanonentürme sind gut erhalten. Besucher schätzen den Ausblick, der im Rhein-Main-Gebiet seinesgleichen sucht. Touristisch überlaufen ist die Anlage dennoch nicht, da sie außerhalb des Ortes nicht ausgeschildert und der Zugang im Ort selbst für Ortskundige nicht leicht zu finden ist. Durch das Fehlen einer ?Burggaststätte? sind Feiern, Theaterspiele und Übernachtungen auf der Burg nicht möglich. Für die Erhaltung des örtlichen Wahrzeichens
engagiert sich der Heimatverein Falkenstein sowohl ideell wie auch materiell durch Spendengelder.
Weblinks
* Grundrissplan bei [http://www.burgenwelt.de/falken7/grkoenig.htm www.burgenwelt.de].
* Weitere Angaben bei [http://www.burgenwelt.de/falken7/falken7.htm www.burgenwelt.de], [http://www.burgenreich.de/burgruine%20falkensteints%20geschichte.htm www.burgenreich.de], [http://www.taunus-info.de/de/gaesteinfo/historisches/zeitpfade/angebot.1744.htm www.taunus-info.de].
Literatur
* Magnus Backes, Hans Feldtkeller: Kunsthistorischer Wanderführer Hessen. Pawlack, Herrsching 1984, ISBN 3-88199-133-6

