Burghasungen
Burghasungen schmiegt sich an den ca. 480 m hohen Hasunger Berg und ist ein Stadtteil der Stadt Zierenberg im Landkreis Kassel in Hessen. Von der Autobahn A44 ist Burghasungen aufgrund seiner Höhenlage gut zu sehen.
Geografie
Burghasungen liegt 18 km westlich von Kassel im Naturpark_Habichtswald zwischen dem Habichtswalder Ortsteil Ehlen im Osten und dem Zierenberger Stadtteil Oelshausen sowie dem Wolfhager Stadtteil Wenigenhasungen im Westen. Der von der B_251 tangierte Ort liegt unmittelbar an der Auffahrt Zierenberg der A_44 (Kassel - Dortmund).
Vom Plateau des 480 m hohen Hasunger Berges eröffnet sich die Aussicht auf den Habichtswald, den Dörnberg und ins Wolfhager Land mit der Weidelsburg. Der Ort zählt zu den Gemeinden des oberen Warmetals.
Geschichte
Auf das engste ist die Geschichte Burghasungens mit dem Kloster Hasungen verbunden, in dessen Gründungsurkunde im Jahr 1074 der Ort erstmals erwähnt wird. Doch in der Vita Haimeradi, der Lebensbeschreibung des Heiligen Heimerad, der im Jahr 1016 auf dem Berg die Unterhaltung einer kleinen Kapelle übernommen hatte, wird bereits von Einwohnern gesprochen, die der Heilige um Erlaubnis zur Bewirtschaftung der Kapelle befragt.
Im 11. Jahrhundert wurde das Benediktinerkloster (Benediktinerklöster befinden sich in der Regel auf Bergen bzw. Erhöhungen, während sich Zisterzienserklöster in der Regel in Tälern oder Ebenen befinden) über dem Grab Heimerads gegründet. Das Kloster existierte bis zur Reformation, die 1527 durch Philipp_den_Großmütigen in Hessen-Kassel eingeführt wurde. Bis dahin war das Kloster Wallfahrtsstätte zu dem als Heiligen verehrten Heimerad. Nach Einführung der Reformation verfiel das Kloster zur Ruine und wurde im 30jährigen Krieg mehrfach geplündert.
Bis im Jahr 1800 eine neue Kirche eingeweiht wurde, benutzten die Burghasunger die letzte verbliebene Klosterkirche. Im Jahre 1876 schlug ein Blitz in den noch erhaltenen Klosterturm und zerstörte diesen. Seither sind nur noch wenige Steinreste der alten Gemäuer vorhanden.
Im Rahmen der hessischen Gebietsreform schlossen sich 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Oberelsungen, Burghasungen, Oelshausen, Escheberg, Laar und Hohenborn mit der Stadt Zierenberg zusammen.
Politik
Ortsbeirat
Bei der Kommunalwahl am 26. März 2006 ergab sich folgende Sitzverteilung:
Wirtschaft und Infrastruktur
Der Ort verfügt über ein Dorfgemeinschaftshaus, eine Bücherei, ein Kloster- und ein Dorfmuseum, ein Geschäft, eine Bäckerei, eine Grillhütte an einem Fussballplatz, ein Gasthaus mit Übernachtungsmöglichkeiten, einen Kindergarten sowie eine idyllisch gelegene Bergbühne.
Bauwerke
* Reste der Klosterruine
* Evgl. Dorfkirche von 1800 mit historischem Grabstein
Vereine
* Freiwillige Feuerwehr
* Posaunenchor
* Gemischter Chor Burghasungen e.V.
* Tschernobyl Hilfe
* TTC Burghasungen e.V. (Tischtennis)
* Kirmesburschen und -mädchen
* VDK Ortsverband Burghasungen
* Kultur am Berg - die Bühne lebt
Weblinks
* http://www.burghasungen.de
* http://www.kloster-hasungen.de

