Burggrafschaft Rheineck
Die Burggrafschaft Rheineck war ein Territorium des Heiligen_Römischen_Reichs. 1803 umfasste die Grafschaft 165 Hektar und hatte etwa 100 Einwohner.Geschichte
Burg Rheineck ist eine Höhenburg am Rhein, die im 11. Jahrhundert von den Pfalzgrafen bei Rhein erbaut worden war. Im 12. Jahrhundert nennt sich Graf Otto von Salm erstmals Graf von Rheineck. Nach einer jahrelangen Fehde gegen die Grafen von Stahleck, bei der es u. a. um die Pfalzgrafenwürde ging, starben die ?Rheinecker? 1150 im Mannesstamm aus. Die Burg wurde 1151 auf Befehl Kaiser zerstört.
Bald darauf wurde die strategisch günstig gelegene Burg vom Erzstift_Köln neu errichtet. Um 1180 wurde vermutlich das Rittergeschlecht von Ulmen mit der Burg Rheineck am Rhein (heute zu Bad Breisig) belehnt, das bald den Namen von Rheineck annahm. Mit dem Aussterben der Familie von Rheineck 1539 kam die Burggrafschaft an die Freiherren von Warsberg, die ihn an die österreichischen Grafen von Sinzendorf verkauften.
Die Burggrafen von Rheineck hatten Sitz und Stimme im westfälischen Reichsgrafenkollegium des Reichsfürstenrats des Reichstags und gehörten zum kurrheinischen_Reichskreis.
1803 kam das Gebiet der Burggrafschaft mediatisiert zunächst an Frankreich, 1815 an Preußen.
Literatur
*Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien und reichsunmittelbaren Geschlechter vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 6. Auflage. Beck, München 1999, ISBN 3-406-44333-8, S. 503

