Waldfischbach-Burgalben
Waldfischbach-Burgalben ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Sie ist Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde und die größte Kommune des Landkreises Südwestpfalz, die kein Stadtrecht besitzt.
Geografie
Geografische Lage
Waldfischbach-Burgalben liegt im Pfälzerwald, einer Teilregion der Pfalz, zwischen den Städten Kaiserslautern und Pirmasens. Durch Waldfischbach-Burgalben fließen die beiden Bäche Schwarzbach und Moosalb.
Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind Clausen, Donsieders, Geiselberg, Heltersberg, Horbach, Hermersberg, Höheinöd, Leimen, Rodalben und Steinalben.
Ortsteile
• von Waldfischbach.png/'>40px|Wappen von Waldfischbach]Waldfischbach, erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1182.
• von Burgalben.png|40px|Wappen von Burgalben]Burgalben, erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1152.
Geschichte
Waldfischbach
Waldfischbach wird Holzlandes.
Nach dem Anschluss der Pfalz an Frankreich in Folge des Übergreifens der Französischen_Revolution wurde Waldfischbach Sitz eines Kantons mit 21 Gemeinden. Auch unter der anschließenden bayerischen_Verwaltung blieb der Status als Kantonshauptort erhalten und Waldfischbach entwickelte sich zu einem wirtschaftlichen Unterzentrum. Bei der Verwaltungsreform 1972 wurde dieser Status bestätigt, indem Waldfischbach-Burgalben Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung wurde.
Burgalben
1152 wurde Burgalba erwähnt. Es gehörte zeitweise mit Pirmasens zu Hessen-Darmstadt. Nach dem Tod von Landgraf Ludwig im Jahr 1790 verlor Burgalben viele Einwohner in Folge der Auflösung der darmstädtischen Garnison. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Burgalben zu einem Ort von Bilderhändlern, die mit Heiligenbildern und anderer naiver Kunst durch Deutschland zogen. Als dies nichts mehr einbrachte, blühte die Korbmacherei auf, sodass sogar auswärtige Korbmacher ihren Wohnsitz nach Burgalben verlegten. 1969 wurde Burgalben nach Waldfischbach eingemeindet.
Politik
Gemeinderat
Bei den Wahlen zum Gemeinderat am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:
# CDU 38,7 % (?4,1) ? 9 Sitze (=)
# SPD 29,0 % (?6,4) ? 6 Sitze (?2)
# FWG 17,3 % (?4,5) ? 4 Sitze (?1)
# BWB 15,0 % (+15,0) ? 3 Sitze (+3)
Bürgermeister von Waldfischbach
Bürgermeister von Burgalben
Bürgermeister von Waldfischbach-Burgalben
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* 1969 - 1972: Emil Dietrich (WGR)
* 1972 - 1979: Kurt Däuber (SPD)
* 1979 - 1992: Erich Rutz (CDU)
* 1992 - 2004: Fritz Sopp (CDU)
* 2004 - heute: Andreas Peiser (SPD)
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Städtepartnerschaften
* Kaiserslautern - Pirmasens) an das überregionale Straßennetz angebunden. Die Biebermühlbahn (Kaiserslautern - Pirmasens) schließt den Ort an das Schienennetz an.
Behörden
Als Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde beherbergt Waldfischbach-Burgalben deren Verwaltung.
Schulen
* Max-Wittmann-Realschule
* Volkshochschule Waldfischbach-Burgalben
* Hauptschule Waldfischbach-Burgalben
* Grundschule Waldfischbach-Burgalben
Kultur und Sehenswürdigkeiten
* Historische Kirche Burgalben - Eine Kirche in Burgalben wurde 1197 erstmals genannt. Die (heute evangelische) Kirche hat noch einen massiv gemauerten Turm mit angebrachter Sonnenuhr, der von dem romanischen, dem Hl. Adelfus geweihten Bau stammt. Das Langhaus datiert von 1740.
* Kirchen in Waldfischbach - Die beiden Kirchen von Waldfischbach stammen aus jüngerer Zeit. Die evangelische Kirche ist ein neoromanischer Saalbau von 1849-1854. Die katholische Pfarrkirche St. Joseph ist eine dreischiffige Basilika mit Doppelturmfassade und Chorrotunde. Sie wurde von Wilhelm Schulte II. in neoromanischen Formen gestaltet.
* Maria Rosenberg - Die ehemalige Marienwallfahrtskirche Maria Rosenberg in Burgalben geht in ihrem Kern auf das 12. Jahrhundert zurück. Der ursprüngliche romanische Kapellenbau ist durch einen Chor aus dem 13. Jahrhundert und zwei zusätzliche Langhausachsen aus dem 15. Jahrhundert erweitert. Eine neue Wallfahrtskirche mit Stifterhaus wurde in den Jahren 1901-1912 errichtet.
* Heimatmuseum - Das Heimatmuseum zeigt seit 1987 typische ländliche Arbeitsgeräte des Pfälzer Waldes (z.B. Krautschnitter und Krauthobel), eine Küche, ein Schlaf- und ein Wohnzimmer sowie eine komplette Dorfapotheke. Ein weiteres Thema ist die Schuhproduktion in den Jahren 1920 bis 1960. Im so genannten Heidelsburgzimmer sind Fundstücke von der zerstörten spätrömischen Heidelsburg ausgestellt.
* Heidelsburg - Die Heidelsburg wurde gemäß Münzfunden vor Ort mutmaßlich vor 350 n. Chr. als Verteidigungsanlage errichtet; möglicherweise geht eine ältere keltische Anlage voraus. Nach verschiedenen Funden (Inschrift und Grabplatte) handelt es sich um das älteste Indiz für Forstadministration in der Spätantike auf germanischem Boden. Von der weitgehend zerstörten Anlage sind nur noch Reste der Ringmauer und des Torbaus aus großen Sandsteinquadern übrig.
Freizeit und Sport
* Markierte Wanderwege à 10-15 km binden die Wälder, Täler, Buntsandstein-Felsgruppen und andere Naturdenkmäler rund um Waldfischbach-Burgalben sowie ehemalige Mühlen und Nachbargemeinden ein. Sie führen beispielsweise ins Schwarzbachtal, zum Galgenberg (Aussichtspunkt mit Felsenweg) und zur Heidelsburg, ins Klappertal und zur Moschelmühle, zur Hundsweihersägemühle und zum Clausensee, nach Biebermühle, zum Steinenschloss und Spitzfels, zum Geiselberg und Naturdenkmal Luitpoldlinde.
* Ein 9-Loch-Golfplatz wurde 2002 angelegt. Seine Erweiterung auf 18 Löcher ist für 2007 geplant.
* Der Clausensee ist ein Badesee, an dem auch Angeln möglich ist.
* Tennis- und Reitanlagen sowie ein Hallenbad sind vorhanden.
* Waldfischbach-Burgalben ist der Startpunkt zur Tour 2 (48 km, 833 Höhenmeter) vom Mountainbikepark Pfälzerwald.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
* Gerd Hornberger (*1910; ? 1988), Leichtathlet

