Burg Windeck (Bühl)
|Höhenordinate = 378
|Höhe-Bezug = DE-NN
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Die Burg Windeck (auch Burg Alt-Windeck genannt) ist die Ruine einer Schwarzwälder Spornburg im Bühler Stadtteil Kappelwindeck, Landkreis Rastatt.
Lage
Die Ruine befindet sich auf einem 378 Meter hohen Bergsporn.
Geschichte
Die Burganlage wurde um 1200 als Lehen der Grafen von Eberstein durch die Herren von Windeck erbaut. Letztere fanden 1212 erstmals urkundlich Erwähnung, während ihre Burg erst 1335 schriftlich erwähnt wurde.
Die Windecker Herren gerieten im Laufe des 13. und 14. Jahrhunderts mehrmals in Auseinandersetzungen mit benachbarten Grundherren, während der die Burg belagert aber niemals eingenommen wurde und so weitgehend unzerstört blieb. Ende des 14. Jahrhunderts aber wurde sie von einem Feuer heimgesucht. Ställe und Wohngebäude brannten ab, und lediglich die beiden Bergfriede blieben erhalten. Reinhard von Windeck ließ die zerstörten Bauten zwar zum Teil neu errichten, aber 1429 ist seine Familie schon nicht mehr alleinige Besitzerin der Anlage.
Durch Heirat der letzten Alt-Windeckerin Anna kam die Burg 1466 an die Familie ihres Ehemanns, den Ritter Berthold IV. von Neu-Windeck. Seine Nachfahren nutzten die Anlage noch bis in das 16. Jahrhundert, doch seit 1561 diente sie bereits als Steinbruch für andere Bühler Gebäude, zum Beispiel die Kappelwindecker Kirche. Ihre Besitzer zogen deshalb in den moderneren Schlosshof (heute ein Hotel) in Bühl um.
Nachdem der letzte männliche Windecker 1592 verstorben war, fiel die Anlage zurück an die Ebersteiner Grafen, doch die konnten sie nicht mehr nutzen, denn 1595 wurde die Burg bereits als unbewohnbar bezeichnet.
Am Fuße der Burgruine wird heute ein 5-Sterne-Hotel und eine Gastronomie betrieben.
Anlage
Von der Anlage sind heute nur noch ein Bergfried, ein Turm sowie Teile der Ringmauer erhalten und können bei guter Witterung besichtigt werden.
Die Burg bestand vermutlich aus einer unteren und einer oberen Burg, die jeweils einen eigenen Bergfried und einen Palas besaßen.
Der kleinere, nördliche Bergfried mit einem Grundriss von 8,5 x 8,5 Metern diente zum Schutz des Burgtores und bewachte die Talseite. Der südliche, 27,6 Meter hohe Bergfried erhebt sich auch heute noch auf einer Grundfläche von 9,6 x 9,8 Metern. Sein unteres Geschoss diente vermutlich als Verlies oder Vorratsraum. Im Kriegsfall war er mit seinen dicken Mauern zudem Zufluchtsort für die Burgbewohner. Im ersten und zweiten Geschoss des sich anschließenden Palasbaus befanden sich wahrscheinlich repräsentative Räume, so zum Beispiel der Rittersaal.
Weblinks
• Fotogalerie
• Grundriss der Burg

