Burg Tanstein
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}}Die Burg Tanstein liegt im südlichen Grafendahn zählen.
Lage
Die drei Burgen wurden zwar nicht gleichzeitig, aber direkt nebeneinander auf einem Bergrücken errichtet. Eine ähnliche Form des Burgenbaus ist nur noch in den Vogesen im oberen Elsass bei den drei Burgen von Husseren (franz. Les Châteaux de Husseren) zu finden.
Geschichte
Von den drei Burgen der Gruppe ist Tanstein die älteste. Eine Urkunde von 1127 nennt einen Anshelmus de Tannicka als Besitzer oder Verwalter; deshalb wird der Anfang des 12. Jahrhunderts als Erbauungszeit der Burg vermutet. 1189 wird in einer Urkunde des Kaisers Friedrich_Barbarossa ein Heinrich von der Than erwähnt und die Burg als unmittelbares Reichslehen bezeichnet. In der Folgezeit werden noch Ulrich von Dahn und Konrad von Dahn als Reichministerialen genannt. Seit 1328 gilt die Burg als Lehen der Bischöfe_von_Speyer. Bis 1464 fällt häufiger Besitzerwechsel auf, so dass davon auszugehen ist, dass das Lehen immer wieder neu vergeben wurde, also in dieser Phase noch nicht erblich war.
1512 erwarb Friedrich_von_Dahn die Burg. Weil er ein Verbündeter des Ritters Franz_von_Sickingens war, wurde er in dessen Kämpfe mit südwestdeutschen Reichsfürsten verwickelt. Nach Sickingens Niederlage und Tod 1523 fiel auch Tanstein in die Hand der Sieger. Die Besetzung durch Truppen des Erzbischofs von Trier dauerte bis 1544 und führte wohl zu irreparablen Schäden an der Bausubstanz, denn 1585 wurde die Burg endgültig verlassen. 1689, zu Beginn des Pfälzischen_Erbfolgekrieges, zerstörten die Franzosen die Ruine vollends.
Literatur
* Walter Herrmann: Auf rotem Fels. Ein Führer zu den schönsten Burgen der Pfalz und des elsässischen Wasgau. DRW-Verl. Weinbrenner, Braun, Karlsruhe 2004, ISBN 3-7650-8286-4
* Elena Rey: Burgenführer Pfalz. Superior, Kaiserslautern 2003, ISBN 3-936216-15-0
* Günter Stein: Burgen und Schlösser in der Pfalz. Ein Handbuch. Weidlich, Frankfurt 1976, ISBN 3-8035-8356-X
* Alexander Thon, Peter Pohlit: Grafendahn. In: Jürgen Keddigkeit (Hrsg.): Pfälzisches Burgenlexikon. Beiträge zur pfälzischen Geschichte Bd. 12/2, Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern 2002, S. 213-223, ISBN 3-927754-48-X
* Alexander Thon (Hrsg.): ...wie eine gebannte, unnahbare Zauberburg. Burgen in der Südpfalz. 2., verb. Aufl. Schnell + Steiner, Regensburg 2005, S. 18-25, ISBN 3-7954-1570-5
Siehe auch
Dahner Burgengruppe
Burg Altdahn
Burg Grafendahn
Burg Neudahn
Jungfernsprung
Weblinks
• Dahner Burgengruppe
• Bilder von Ruine Tanstein bei Burgenparadies.de

