Ronneburg (Hessen)
Ronneburg ist eine Gemeinde in Hessen im Main-Kinzig-Kreis, unweit der Städte Büdingen, Gelnhausen und Hanau.
Die Burg Ronneburg ist durch ihre Lage auf einem steilen Basaltkegel weithin sichtbar und Namensgeber des Ronneburger Hügellandes.
Erbaut wurde die Burg im 13. Jahrhundert.
Nachbargemeinde und -kreise
Ronneburg grenzt im Norden an die Stadt Büdingen (Wetteraukreis), im Osten an die Gemeinde Gründau, im Süden an die Stadt Langenselbold, im Südwesten an die Gemeinde Neuberg sowie im Westen an die Gemeinde Hammersbach.
Gemeindegliederung
Ronneburg besteht aus den Ortsteilen Altwiedermus, Neuwiedermuß und Hüttengesäß
Politik
Gemeindevertretung
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
{| class="prettytable"
|--- class="hintergrundfarbe6"
|colspan="2" | Parteien und Wählergemeinschaften
|align="Center" | %
2006
|align="Center" | Sitze
2006
|align="Center" | %
2001
|align="Center" | Sitze
2001
|----
|CDU
|Christlich Demokratische Union Deutschlands
/'>align="right" |41,4
|align="right" |7
|align="right" |38,7
|align="right" |7
|----
|SPD
|Mainz. Hier wird das Anwesen ab 1327 an die Ritter von Rockenberg verpfändet, unter deren Einfluss die Burg erweitert wird. 1339 bis 1356 ist die Anlage wieder unter der Verwaltung des Bistums. In dieser Zeit entstehen weitere An- und Umbauten. Ab 1424 wird die Ronneburg erneut verpfändet, diesmal an den Grafen von Hanau.
1476 überschreibt der Mainzer Erzbischof Diether von Ysenburg die Burg seinem Bruder, dem Grafen Ludwig II. von Ysenburg-Büdingen. Nach dem Tode Ludwigs im Jahr 1511 erschüttert ab 1517 ein Krieg zwischen seinen drei Söhnen um das Erbe das Büdinger Land. 1523 fällt die Burg an Philipp von Ysenburg-Büdingen, er gründet die Linie Ysenburg-Büdingen-Ronneburg, später Ysingen-Ronneburg. Unter dessen Regentschaft erhält die Ronneburg ihre endgültige Form. Nach dem Tode Heinrichs von Ysingen-Ronneburg im Jahr 1601 erlischt die Linie jedoch wieder. Nun beruft sich Wolfgang Ernst I. von Ysenburg-Büdingen auf sein Erbrecht und nimmt die Burg mit Gewalt in seinen Besitz.
Bei einem Brand werden 1621 große Teile der Burg zerstört. Dreizehn Jahre später fällt die Ronneburg einer Plünderung durch kroatische Truppen zum Opfer.
Den calvinistischen Ysenburg-Büdingern ist es zu verdanken, dass sich ab 1700 protestantische Exilanten auf der Burg niederlassen dürfen. Die Burg wird für einige Zeit zum Zufluchtsort für religiös Verfolgte und ?Unbehauste" (Juden und Zigeuner). 1736 zieht dann Graf_von_Zinzendorf mit seiner Herrnhuter Brüdergemeine ein und macht die Burg zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort. Schon zwei Jahre später ist die Burg jedoch zu klein für die Glaubensbrüder, sie ziehen auf einen nahe gelegenen Hügel und gründen dort die Siedlung Herrnhaag
Ab 1842 wandern viele Bewohner nach Amerika und anderen Ländern aus.
Im Juni 2004 verkauft Fürst Wolfgang Ernst II. von Ysenburg-Büdingen die Ronneburg an Freiherrn Joachim Benedikt von Herman auf Wain, einen Vetter von Fürstin Leonille von Ysenburg-Büdingen (geb. Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg).
Sehenswertes und Aktivitäten rund um die Burg
* Die vom Förderkreis (Freunde der Ronneburg) organisierten zahlreichen Ritterspiele und Mittelalter-Märkte sind überregional sehr populär.* Die Burg beherbergt heute ein Burgmuseum, ein Restaurant und eine Falknerei.
* Auf dem Gelände sind Nachbauten von mittelalterlichen Wurf- und Belagerungsmaschinen zu besichtigen.
* Auch ergeben die steilen Seitenhänge des Basaltkegels ein ausgezeichnetes Übungsgelände für Gleitschirmflieger.
* Um die Burg gruppiert sich zudem ein dichtes Netz von markierten Wegen, die das ganze Jahr über zu Wanderungen einladen.
* Auch von den Mountainbikern wird dieses Wegenetz gerne angenommen.
* Eine Jugendbildungsstätte gleichen Namens befindet sich in der unmittelbaren Umgebung.
Besonders zu erwähnen ist der mehr als 90 Meter tiefe Brunnen der Ronneburg. Trotz der Höhe des Hügels, auf dem die Burg thront, war es so den Bewohnern möglich, Trinkwasser zu erhalten.
Der 30m Hohe Bergfried der Burg kann bestiegen werden und bietet einen Ausblick von einigen Kilometern, bei schönem Wetter sogar bis nach Frankfurt.
Weblinks
• Gemeinde Ronneburg
• Fotogalerie
• Burg & Museum

