Burg Reichenstein (Neckargemünd)
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Burg Reichenstein in Halsgraben gegen dessen Bergrücken geschützt wurde. Von den Innenbauten ist nichts mehr erkennbar.
Geschichte
Die Burg wurde wohl Ende des 12., nach anderen Auffassungen erst Anfang des 13. Jahrhunderts, vermutlich als staufische Reichsburg errichtet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1292, die letzte bereits 1355. Gesichert ist, dass die Burg mehrfach verpfändet wurde und auf diese Weise auch schließlich 1329 in den Besitz der Pfalzgrafen_bei_Rhein gelangte. Somit gehört die Burg zur Kurpfalz. Spätestens im 15. Jahrhundert wurde die Burg aufgegeben. Auf einem Stich von Merian aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ist sie nur noch als Ruine zu sehen, anschließend verfiel sie vollends.
Heute ist Burg Reichenstein nur eine von vielen Burgruinen des Neckartals, der keine besondere Bedeutung zukommt. Sie dient als (nicht bewirtschaftetes) Ausflugsziel und wird zu sporadischen sommerlichen Konzertveranstaltungen genutzt. 1995 wurde der Arbeitskreis Reichenstein des Kulturvereins Neckargemünd gegründet, dessen Zielsetzung die denkmalpflegerische Betreuung und die Dokumentation der Burg ist.
Literatur
* Manfred Benner: Burg Reichenstein und das mittelalterliche Neckargemünd. In: Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland. Bd. 36: Heidelberg, Mannheim und der Rhein-Neckar-Raum. Theiss, Stuttgart 1999. S. 202 ff., ISBN 3-8062-1407-7.

