Burg Reichenberg
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Die Burg Reichenberg ist eine Oppenweiler im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg.
Geschichte
Die Burg Reichenberg wurde 1230/1231 von Markgraf Hermann_V._von_Baden erbaut.
Sie soll in enger Beziehung mit der zur gleichen Zeit erbauten Burg Ebersberg im heutigen Auenwald und der Burg in Besigheim gestanden haben. Die Maße, Einrichtungen und vorhandenen Steinmetzzeichen der drei Burgen stimmen überein.
Im Mittelalter waren die Verwaltungszentren meist in Burgen gelegen. So war auch die Burg Reichenberg eine so genannte Ministerialburg. Schon 1230 werden die Ritter Wolfram und Berthold von Reichenberg genannt. Reichenberg war demnach Amtssitz und somit auch das Verwaltungszentrum der umliegenden Gebiete.
Im Jahre 1880 erbte der Gelehrte Wolfgang von Oettingen das Anwesen von seiner Tante und Vorbesitzerin Charlotte Gräfin von Mellin. Nach 1918 lebte Oettingen selbst in der Burg.
Heute betreibt die Paulinenpflege Winnenden e. V. auf der Burg Reichenberg ein Wohnheim für Menschen mit Behinderungen. Bis Dezember 2006 betrieb die Evangelische_Gesellschaft_Stuttgart_(EVA) dieses Heim.
Burgbesichtigungen sind nach Voranmeldung für Gruppen möglich. Burg Reichenberg stellt die best erhaltene romanische Burg im Rems-Murr-Kreis dar.
Anlage
Der Burgbau war eine Frage der Repräsentation und des Prestige. Trotzdem vermittelt die Burg heute den Eindruck einer Wehranlage mit dem Bergfried mit vier Meter dicken Mauern und der mächtigen Schildmauer mit Fachwerkwehrgang.
Der zweite Turm
Aus älteren Quellen erfährt man, dass es anscheinend noch einen zweiten Turm gegeben haben soll. Er muss vom Bau der Burg an bestanden haben. Wann er abgebrochen wurde ist nicht bekannt, er soll aber noch in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts gestanden haben. Auf zahlreichen alten Bildern ist er noch zu sehen (zu finden z.B. in Kieser Forstlagerbuch 1685 HStAS H 107/14, Nr.6).
Das Schloss
In den Jahren 1556 bis 1562 wurde die Burganlage um den Süd-West-Flügel erweitert. Man bezeichnet ihn als Schloss. Dieser Anbau ist teilweise unterkellert und wurde an manchen Stellen aus dem gewachsenen Fels gehauen. Er soll dazu gedient haben, dem Forstmeister einen dauernden Wohn- und Verwaltungssitz zu bieten.
Wehrsysteme
Der Burggraben, der ursprünglich um die ganze Burg geführt haben soll ist heute nur noch schemenhaft erkennbar. Man nimmt an, dass aus dem Aushub des Grabens das Baumaterial für die Burg gewonnen wurde. Früher wurde der Graben über eine Zugbrücke in einem der Burg vorgelagerten Türmchen überquert. Anstelle dieses Türmchens befindet sich heute nur noch eine einfache Brücke, die den Zugang zur Burg ermöglicht.
Die nordöstliche und nordwestliche Ringmauer, auch Schildmauer genannt, die einen mit einem Satteldach abgedeckten Fachwerkumlauf trägt, hat so nicht seit dem Bau der Burg bestanden. Früher war an dessen Stelle ein normaler Wehrgang von dem noch ein kleiner Ansatz an der Südwestseite erhalten ist.
Literatur
* Karl Julius Zehnder: Heimatbuch Oppenweiler. Gemeinde Oppenweiler, 1992
Siehe auch
Liste der Burgen und Schlösser in Baden-Württemberg
Weblinks
* [http://www.oppenweiler.de/php/burgReichenberg.php Burg Reichenberg] auf der Seite [http://www.oppenweiler.de oppenweiler.de]
• Paulinenpflege Winnenden e. V.

