Burg Osterspai
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Die Burg Osterspai ist eine Wasserburg in der Gemeinde Osterspai. Im Gegensatz zur ebenfalls in der Gemeinde Osterspai gelegenen Burg Liebeneck wird die Wasserburg als alte Burg bezeichnet.
Die Anlage
Burg Osterspai ist eine rechteckige Burganlage mit einem massiven Burgturm, der heute nach einigen Umbauarbeiten neben der Burgkapelle allein noch erhalten ist.
Die Burgkapelle St. Petrus
Die Burgkapelle St. Petrus soll aus dem 13. Jahrhundert stammen und wurde 1236 dem Kloster Eberbach geschenkt. Es handelt sich dabei um einen doppelgeschossigen, rechteckigen Saalbau, dessen Obergeschoss Reste von Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert beherbergt. Die Wandmalereien verweisen kunsthistorisch auf das künstlerische Umfeld des Limburger Doms.
Die Kapelle wurde 1995 umfangreich restauriert und kann auf Wunsch besichtigt werden.
Burg Osterspai im Mittelalter
Die Burganlage wurde vermutlich um 1110 erstmalig urkundlich erwähnt und gehörte bis zum 11. Jahrhundert zum Herrschaftsbereich der Grafen von Arnstein. 1227 werden kurzzeitig die Grafen_von_Isenburg als Verwalter erwähnt, doch gelangt die Burg bereits 1280 in den Besitz des Grafen Heinrich von_Sponheim und von dort weiter in den Besitz der Herren von Liebenstein, die auch in der Mitte des 14. Jahrhunderts den Wohnturm erbauten. Ursprünglich besaß der Turm noch Ecktürmchen, die heute noch in Resten unterhalb des Daches zu erkennen sind. Erst 1573 wird die Anlage erstmalig detailliert beschrieben.
Burg Osterspai in der Neuzeit
Im 17. Jahrhundert gelangte die Niederburg an die Freiherren von Waldenburg und gegen Ende des 18. Jahrhunderts dann an die Freiherren von Preuschen. 1805 wird der Turm der Anlage zum Gefängnis umgebaut und um 1854 bewohnt ein herrschaftlicher Amtmann die Burg. Reichsfreiherr Ludwig von Preuschen baut den baufällig gewordenen Turm zur Sommerresidenz um, die Arbeiten hierzu beginnen 1909. 1910 wird der Turm dann um ein Fachwerkhaus ergänzt, dem die Erweiterung zum ganzjährigen Wohnsitz 10 Jahre später folgen sollte.
Weblinks
• Info bei burgenwelt.de
• Info bei welterbe-mittelrheintal.de
• Info bei burgdirekt.de

