Burg Kerpen (Saarland)
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Die Burg Kerpen liegt mitten im Ort Saarwerden, von denen er die Burg zu Lehen habe. Es muss aber davon ausgegangen werden, dass die Burg schon früher erbaut wurde. Sein Vater, Dietrich IV. von Kerpen gelangte durch die Heirat mit Geneta von Warsberg ins Saarland. Der Stammsitz derer von Kerpen befand sich bei Daun in der Eifel.Geneta war in erster Ehe mit Arnold von Sierck verheiratet. Daher ist anzunehmen,dass die Burg bereits zu jener Zeit bestand. Im 16.Jahrhundert wechselte die Lehenshoheit der Burg zu den Grafen von Saarbrücken. Die Herrschaft derer von Kerpen umfasste im späten 18. Jahrhundert die Ortschaften Illingen, Merchweiler und Wemmetsweiler. Um 1620 erreichte die Burg durch den Bau einer Vorburg den höchsten Stand ihres Ausbaus. Nach dem Ende des dreißigjährigen Krieges, in dessen Verlauf die Burg zerstört wurde, ließ Johann Daniel von Kerpen die Anlage wiedererrichten. 1677 wurden die Burg und der Ort Illingen von französischen Truppen in Brand gesetzt. Nach dem Verkauf der Burg 1830 verfiel die Anlage rasch, da sie der Umgebung als Steinbruch diente. Danach erwarb die Gemeinde Illingen de Komplex und leitete erste Sanierungsmaßnahmen ein.
Heutige Nutzung
Heute wird die Anlage als Freizeitraum genutzt. Im Juli findet das Burg- und Weiherfest statt, Konzerte und Veranstaltungen zahlreicher Illinger Vereine werden hier durchgeführt.
Anlage
Von der Hauptburg stehen nur Teile der Umfassungsmauern sowie zwei Türme. Die Anlage umschloss einen Hof von etwa 20 × 25 Metern. An der Südwestecke steht das Füllmaterial eines quadratischen Turmes an, welcher wohl den Kern der einstigen Burgbefestigung ausmachte. Nur an dieser Stelle überhöhte das angrenzende Gelände die Burganlage. Der Turm im Südosten der Burg wurde 1951 instandgesetzt, ebenso wie die Burgkapelle und der kleine Festsaal. Von der Vorburg erhalten ist die Tordurchfahrt, die 1605 errichtet wurde. Eigentümer der frei zugänglichen Anlage ist die Gemeinde Illingen.
Galerie
Bild:Illingen_Burgpforte.jpg|Tordurchfahrt
Bild:BurgpforteIlllingen.jpg|Tordurchfahrt
Bild:RitterRuestungIllingen.jpg|Rüstung
Bild:Illingen_Burg_MiniGolf.jpg|Ausßenansicht
Bild:IllingenBurgweiher.jpg|Burgweiher
Bild:BurgKerpenUrkunde.jpg|Urkunde
Literatur
* Joachim Conrad, Stefan Flesch: Burgen und Schlösser an der Saar. Minerva, Saarbrücken 1988, ISBN 3-477-00078-1.

