Burg Honberg
|Höhenordinate = 795
|Höhe-Bezug = DE-NN
}} Die als Burg Honberg bezeichnete Ruine inmitten der an der Tuttlingen geht auf eine Festungsanlage zurück und war nie eine Burg im engeren Sinne. Sie war im späten Mittelalter eine der wichtigsten württembergischen Landesfestungen.
Lage
Die Burg Honberg liegt oberhalb des Donautals (642 m ü. NN) auf dem gleichnamigen Honberg auf 795 m ü. NN.
Geschichte
Die Festung Honberg wurde 1460 von Graf_Eberhard_im_Bart erbaut. 1645, im Dreißigjährigen_Krieg, wurde die Anlage bis auf die Grundmauern zerstört. Die Zerstörung der Festung wurde hierbei auf Befehl Konrad Wiederholts, des Kommandanten der Festung Hohentwiel, von der Besatzung selbst durchgeführt, um die Stadt Tuttlingen vor dem überlegenen Feind zu schützen (so sagt es zumindest der Anschlag an einem der Türme). Später wurde die Ruine weiter geschädigt, weil man die Steine zum Bau der Schwäbischen_Hüttenwerke Ludwigstal verwendete. Nach dem Stadtbrand von 1803 wurden viele Steine als Baumaterial für den Wiederaufbau der Stadt verwendet. Erst im 19. Jahrhundert wurden die beiden Türme des Schlosses wieder durch die von einem Förderverein gesammelten Spenden aufgebaut, allerdings nicht in der ursprünglichen Form.
Heutige Nutzung
Jedes Jahr in den Sommermanten dient die Ruine als Kulisee für den Tuttlinger Honbergsommer, einer Musikveranstaltung.
Literatur
* Gerd Dörr: Schwäbische Alb, Burgen, schlösser, Ruinen. Bildatlas HB. 1988
* Hans-Wilhelm Heine: Studien zu Wehranlagen. In: Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters. Band 5. 1978
* Konrad Albert Koch: Burgruine Honberg bei Tuttlingen. In: Blätter des Schwäbischen Alöbvereins. Nr. 1. 1906
* Köhler: Tuttlingen. Beschreibungen und Geschichte dieser Stadt. 1839. Neuereshceinung 1965
* Königreich Württemberg. Schwarzwaldkreis. 1905
* Kunst- und Altertumsdenkmale Königreich Würrtemberg. Schwarzwaldkreis. 1897
* Hans-Martin Maurer: Die landesherrliche Burg in Wirtemberg im 15. und 16. Jahrhundert. 1958
* Wilfried Pfefferkorn: Burgen unseres Landes. Band 1. 1972
* Günter Schmitt: Honberg (Hohnberg). In: Ders.: Burgenführer Schwäbische Alb. Band 3: Donautal. Wandern und entdecken zwischen Sigmaringen und Tuttlingen. S. 345-351. Biberacher Verlagsdruckerei. Biberach 1990. ISBN 3-924489-50-5
* E. Schneider: Die wurttembergischen Schlösser und Burgen um das Jahr 1600. In: Württembergische Vierteljahreshefte. Nr. 6. 1883
* Hermann Streng: Cornel. In: Tuttlinger Heimatblätter. 1974
* Hermann Streng: Burgen, Schlösser und Ruinen im Tuttlinger Raum. In: Tuttlinger Heimatblätter. 1976
* Georg Teufel: Die Honberg bei Tuttlingen. In. Blätter des Schwäbischen Albvereins. Nr. 3. 1898
* Tuttlinger Heimatblätter 1964: Schlacht bei Tuttlingen 1643. Sonderdruck
Weblinks
• Burg Honberg auf der Seite [http://www.burgenwelt.de burgenwelt.de]
• Ausführliche Geschichte der Festung

