Burg Hochosterwitz
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Die Burg Hochosterwitz (von slow. Ostrovica: die Scharfe bzw. Kantige) liegt im Gebiet der heutigen Gemeinde Kärnten.
Lage
Die Burg steht auf einem Dolomitfelsen östlich von St. Veit an der Glan hinter der Nordflanke des Magdalensberges.
Geschichte
Keramikreste weisen auf eine Besiedlung des Felsens ab der frühen Bronzezeit hin. 860 nach Christus als Astarwiza =Scharfenberg) urkundlich erwähnt. Die Burg war bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts im Besitz des Erzbistums Salzburg, dann als landesfürstliches Lehen bis 1478 in Händen der Herren von Osterwitz. Ab 1509 Umbau der Anlage durch den Erzbischof von Salzburg. 1541 wurde die Burg an Georg Khevenhüller verpfändet. 1571 wurde Hochosterwitz von Georg Khevenhüller gekauft. Khevenhüller ließ die Burg bis 1586 in ihrer heutigen Gestalt ausbauen. Seit damals ist die Burg ununterbrochen im Besitz der Familie Khevenhüller.
Eine populäre Sage berichtet von der Belagerung der Burg durch die Tiroler Gräfin Margarete_Maultasch, die durch eine List der Burgbewohner getäuscht wurde. Historisch betrachtet ist diese Geschichte jedoch sehr unwahrscheinlich.
Anlage
Charakteristisch und festungstechnisch interessant sind die in einer großen Schleife durch das felsige Terrain zur Höhe führenden Befestigungsanlagen des Burgweges mit 14 großen Torbauten. Der eigentliche Kern der der Anlage, die Hochburg, ist ein selbständiger, ältere Teile miteinbeziehende Wehrkörper. Die teils in rotem Sandstein, teils in grünem Chloritschiefer ausgeführten und mit weißem Kalkstein oder Marmor bereicherten Tore sind als manieristische Architekturen beachtenswert.
Die Burg Hochosterwitz ist von April bis Oktober der Öffentlichkeit gegen Entgelt zugänglich. Als Besucher der Burg empfiehlt es sich, den Fußweg durch die 14 Tore zu nehmen und nicht den Aufzug zu benutzen.
Tore
thumb|Waffentor,_1576
=1. Fähnrichtor, 1575
=Rechts vom Tor liegt ein abschüssiges und unzugängliches Gelände und links vom Tor erhebt sich die gewaltige Steinwand, die unbezwingbar ist. Das Tor ist verziert mit zwei überlebensgroßen Fahnenschwingern, Landsknechte des 16. Jahrhundert. Diese gaben dem Tor seinen Namen. Laut Schlussstein wurde der Bau des Tores im Jahre 1580 abgeschlossen.
=2. Wächtertor, 1577
=Zum Wächtertor führt ein schmaler Felspfad vom Fähnrichtor. Links an die gewaltige Steilwand gebaut, ragt es rechts über einen gähnenden Abgrund. Es wurde 1577 fertiggestellt und besitzt eines wehrhaften Doppelerker, von dem aus sich das Tor leicht verteidigen lies. Die Portale sind reich mit Marmor verkleidet und das heute im Museum stehende Portal war überaus prunkvoll verziert mit Messingbeschlägen und Messingringen, Beschläge in Tierkopfform, Eisenbänderverzierungen und Türbemalungen. Das Dach war mit unbrennbaren Steinschindeln bedeckt.
=3. Nautor, 1578
=Das Tor trägt seinen Namen vom Mittelhochdeutschen "Nau" - kleines Schiff, weil es im Grundriss wie ein Schiffsbug über dem Abgrund thront. Der Weg zum Tor ist sehr schmal und mit Absicht wurde es sehr eng am Felsen hochgezogen, um es einem vermeintlichen Gegner zu erschweren gegen das Tor anzurennen.
Siehe auch
Liste_der_Burgen_in_Österreich
Literatur
* Paul Grueber: Die Burg Hochosterwitz, Verlag Kollitsch, Klagenfurt (1925)
* Karl Ginhart: Die Burg Hochosterwitz in Kärnten, Verlag Filser, Wien (1927)
* Georg Khevenhüller-Metsch: Die Burg Hochosterwitz in Kärnten und ihre Geschichte. Selbstverlag, Hochosterwitz 1953, ASIN B0000BK4PV
*Ernst Bacher ua: "DEHIO - Die Kunstdenkmäler Österreichs", Anton Schroll & Co, Wien (1981), ISBN 3-7031-0522-4
Weblinks
• Offizielle Website
• Burg Hochosterwitz auf burgen-austria.com
• Infoseite zur Burg auf mamilade.at
• Sage von der Belagerung Hochosterwitz'
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