Burg Hiltpoltstein
Die Burg Hiltpoltstein ist eine fast vollständig erhaltene Burg im gleichnamigen Ort in der Fränkischen_Schweiz. Sie liegt dominant, auf einem zirka zwanzig Meter hohen Kalksteinfelsen inmitten des Ortes. Die Burg unterteilt sich in eine dem Felsen im Westen vorgelagerte Vorburg, Neues Schloss genannt und die nur über einen sechseckigen Treppenturm in der Südseite erreichbare Hauptburg auf dem Felsen. In der Vorburg befanden sich früher das Gericht mit dem danebenliegenden Gefängnis. Später wurde es als Pflegehaus genutzt.
Geschichte
Im Jahr 1109 wurde die Burg als Besitz des Klosters_Weißenohe erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1188 gehörte die Burg dann den Staufern. Nach der Hinrichtung des letzten Staufers Konradin im Jahr 1268 fiel der Besitz an den bayrischen Herzog Ludwig_den_Strengen und im Jahr 1329 an die Kurpfalz. Vierzehn Jahre später kaufte Kaiser Karl_IV. vom Pfalzgrafen Rupprecht Ort und Burg und richtete hier, als Exklave des böhmischen Königreiches, ein Pflegamt mit Halsgericht ein. Sein Sohn Wenzel verpfändete den Besitz an die Herren Herdegen und Peter Valzner. Diese wiederum mussten den Besitz im Jahr 1454 an die Ritter von Seckendorf verpfänden. Im Jahr 1503 kam die Burg als böhmisches Lehen zur Reichsstadt Nürnberg und Hiltpoltstein wurde Sitz eines nun Nürnberger Pflegamtes. Im Jahr 1553 wurde die Burg im _Zweiten_Markgrafenkrieg zerstört, aber schon sieben Jahre später wieder aufgebaut. 1595 entstand die jetzt noch erhaltene dreiflügelige Burganlage. Der Schlossturm wurde im Jahr 1611 nach einem Blitzeinschlag abgetragen. Im Jahr 1806 fiel die Burg, wie das gesamte Nürnberger Land, durch die Rheinbundakte an das neugeschaffene Königreich Bayern. Im Jahr 1841 verhinderte der bayrische König Ludwig_I. den geplanten Abbruch der Burg. Nach verschiedenen Besitzerwechseln befindet sich die Burg in Privatbesitz und ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Literatur
* Hellmut Kunstmann: Die Burgen der westlichen und nördlichen Fränkischen Schweiz, Wikomm, Nürnberg.. ISBN 3-86652-928-7
* Toni Eckert, Susanne Fischer , Renate Freitag, Rainer Hofmann, Walter Tausendpfund: Die Burgen der Fränkischen Schweiz; Ein Kulturführer, Gebietsausschuss Fränkische Schweiz ISBN 3-9803276-5-5
* Gustav Voit, Walter Rüfer: Eine Burgenreise durch die Fränkische Schweiz, 1993 Palm & Enke Erlangen ISBN 3-7896-0064-4
* R. Bach-Damaskinos, J. Schabel, S. Kothes: Schlösser und Burgen in Oberfranken. Nürnberg, 1996 ISBN 3-87191-212-3
Weblinks
• www.burgenwelt.de

