Burg Helfenberg (Sankt Gallen)
|Höhenordinate = 633
|Höhe-Bezug = CH
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Die Burg Helfenberg bei der Gemeinde Sankt_Gallen ist heute eine Burgruine.
Lage
Die Burg befand sich oberhalb eines Steilhanges am nördlichen Ufer des Flusses Glatt. Sie besteht noch aus konservierten Mauerresten der heute grösstenteils in die Glatt-Schlucht abgestürzten Burganlage, die sich südlich der Bahnlinie zwischen Flawil und Gossau befindet.
Geschichte
Die Burg wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet. Sie war ein Wohnsitz der Familie der Gielen von Glattbrugg. Im Jahr 1244 war die Burg Teil der Stiftung des Ritters Rudolf Giel von Glattbrugg für das Kloster Magdenau. Die Familie bewirtschaftete die Burg aber - wohl als Lehen - weiter, 1341 wurde die Burg von der Familie wiederaufgebaut.
Spätestens um 1388 wurde die Abtei Sankt Gallen Besitzerin der Burganlage. 1401 wurde sie von den umliegenden Bauern belagert, dies führte letztlich zum Appenzellerkriege, in welchem die Burg 1407 zerstört wurde. Die Anlage zerfiel und stürzte später zu großen Teilen in die Schlucht der Glatt ab.
In den Jahren 1935 bis 1937 erfolgten erste Ausgrabungsarbeiten, 1939 kam die Ruine in den Besitz der Genossenschaft Oberberg in Gossau. 1964/1965 erfolgte die Sicherung und Konservierung der Ruine auf dem heutigen Stand.
Literatur
* Thomas Bitterli-Waldvogel: Schweizer Burgenführer, Basel/Berlin 1995
* Friedrich-Wilhelm Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters: Grundriss-Lexikon, Würzburg 1994, S. 262

