Schloss Hartenstein
Das sächsische Schloss Hartenstein ist eine Schlossruine im Erzgebirge, südwestlich von Zwickau in der Stadt Hartenstein.Geschichte
Mit Beginn der bäuerlichen Besiedelung des Erzgebirges wurde vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts auf einem Plateau über dem Thierfelder Bach eine Wehranlage errichtet.
Diese Anlage wurde im Laufe der Zeit erweitert und ausgebaut. Erster bekannter Besitzer der Burg ist Meinher I. von Werben, der um das Jahr 1200 Burggraf_von_Meißen war und auch das Kloster in Aue gegründet hat.
Ab 1406 war die Grafschaft Hartenstein mit den zugehörigen Dörfern, Wäldern und Burgen an die Schönburger verpfändet. Das Gebiet reichte bis tief ins westliche und mittlere Erzgebirge, das Territorium um Elterlein und den Fichtelberg musste jedoch im Jahre 1559 an den Sächsischen Kurfürsten verkauft werden.
Im 16. Jahrhundert wurde die Burg zum Schloss im neugotischen Stil umgebaut. Die Anlage hatte ovalen Grundriss und bestand bis Ende April 1945. In den letzten Kriegstagen verschanzten sich SS-Einheiten im Hartensteiner Wald, worauf das Schloss durch amerikanische Bomben am 20. April 1945 fast vollständig zerstört wurde.
Die erhalten gebliebenen Gebäude des äußeren Schloßhofes wurden nach dem Krieg zu Wohnzwecken genutzt. Die Ruine selbst diente als Freilichtbühne.
Sonstiges
Verschiedene Sagen ranken sich um das Gemäuer. Als besonders hartherziger Burgherr taucht Ernst II. von Schönburg in der Sage vom Wilden Grafen auf.
Ein Förderverein bemüht sich heute um den Erhalt und teilweisen Wiederaufbau des Schlosses.
Nicht weit von der Schlossruine befindet sich die Burg_Stein.
Literatur
* Gerhard Billig ; Heinz Müller: Burgen, Zeugen sächsischer Geschichte. Zeichnungen von Richard Gruhl. Neustadt a.d. Aisch: Degener, 1998, 284 S.
Siehe auch
Liste der Burgen und Schlösser in Sachsen
Weblinks
• Stadt Hartenstein
• Förderverein Schlossruine Hartenstein e.V. mit Vereinsblatt ?Der Schloßgeist?

