Burg Grafendahn
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}}Die Burg Grafendahn liegt im südlichen Tanstein zählen.
Lage
Die drei Burgen wurden zwar nicht gleichzeitig, aber direkt nebeneinander auf einem Bergrücken errichtet. Eine ähnliche Form des Burgenbaus ist nur noch in den Vogesen im oberen Elsass bei den drei Burgen von Husseren (franz. Les Châteaux de Husseren) zu finden.
Geschichte
Grafendahn wurde 1287 durch Konrad von Mursel erbaut, der Lehnsmann der Bischöfe_von_Speyer und ein Enkel des Friedrich_von_Dahn (s. Altdahn) war. Die Burg war von Beginn an als Ganerbenburg konzipiert. Bereits 1288 gab es neben Konrad Mursel fünf weitere Ganerben, darunter auch die Herren_von_Sponheim. Im Jahre 1339 erwarb Graf_Johann_II._von_Sponheim von den verschiedenen Parteien (u. a. Wilhelm von Winstein, Konrad Mursels Schwiegersohn) sämtliche Anteile an der Anlage und wurde so zum alleinigen Eigentümer.
Nachdem die Burg noch 1425 stärker befestigt worden war, ging sie 1437, als das Geschlecht der Sponheimer mit dem Tod Johanns_V. ausstarb, durch Erbvertrag in den Besitz der Markgrafen_von_Baden über. Doch die Befestigungen waren nicht stark genug, um einer Belagerung durch Kurfürst Friedrich_den_Siegreichen zu widerstehen; 1462 nahm er die Burg ein und zerstörte sie. Ein systematischer Neuaufbau erfolgte offenbar nicht. Im Jahr 1480 erhielt Hans von Trotha, der schon Lehnsnehmer der Burg Berwartstein war, vom Kurfürsten auch Grafendahn zum Lehen und machte es 1485 durch Kauf zu seinem Eigentum. Allerdings wurde die Burg bereits um 1500 als ?unbewohnbar? bezeichnet.
Bis 1637 war die ruinöse Burg dann im Besitz der Herren von Fleckenstein. 1642 wechselte sie ins Eigentum der Schenke von Waldenburg, wo sie rund 150 Jahre lang verblieb. 1793 fiel die Anlage zurück an das Bistum_Speyer als Lehnsherr, das die Burg anschließend nicht mehr neu als Lehen vergab.
Literatur
* Walter Herrmann: Auf rotem Fels. Ein Führer zu den schönsten Burgen der Pfalz und des elsässischen Wasgau. DRW-Verl. Weinbrenner, Braun, Karlsruhe 2004, ISBN 3-7650-8286-4
* Elena Rey: Burgenführer Pfalz. Superior, Kaiserslautern 2003, ISBN 3-936216-15-0
* Günter Stein: Burgen und Schlösser in der Pfalz. Ein Handbuch. Weidlich, Frankfurt 1976, ISBN 3-8035-8356-X
* Alexander Thon, Peter Pohlit: Grafendahn. In: Jürgen Keddigkeit (Hrsg.): Pfälzisches Burgenlexikon. Beiträge zur pfälzischen Geschichte Bd. 12/2, Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern 2002, S. 213-223, ISBN 3-927754-48-X
* Alexander Thon (Hrsg.): ...wie eine gebannte, unnahbare Zauberburg. Burgen in der Südpfalz. 2., verb. Aufl. Schnell + Steiner, Regensburg 2005, S. 18-25, ISBN 3-7954-1570-5
Siehe auch
Dahner Burgengruppe
Burg Altdahn
Burg Tanstein
Burg Neudahn
Jungfernsprung
Weblinks
• Dahner Burgengruppe
• Bilder von Ruine Grafendahn bei Burgenparadies.de

