Burg Gräpplang
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Die Burg Gräpplang ist die Alten_Zürichkriegs (1436-1450) wurde die Burg 1440 von den Glarnern und den Schwyzern um Schutzgeld erpresst, militärisch jedoch nie angegriffen oder zerstört. Bereits 1460 wird mit Ulrich von Grünenberg wieder ein bischöflicher Vogt auf Gräpplang erwähnt.
1528 verkaufte der Gotteshausbund in Abwesenheit des ausser Landes geflohenen Bischofs Paul Ziegler den abgelegenen Besitz in Flums für 2400 rheinische Gulden an Ludwig Tschudi von Glarus, den Bruder des Glarner Chronisten Aegidius Tschudi. Im Familienbesitz der Tschudi blieb die Burg Gräpplang bis 1767; zwölf Mitglieder der Familie sind als Burgherren auf Gräpplang bezeugt.
Die Tschudi gaben der Anlage den heute noch erkennbaren Charakter: Um 1700 wurde die Anlage unter Josef Anton Tschudi (1683 ? 1743) baulich verändert. So wurde die Ringmauer der Vorburg geschlossen, der Zwinger verlegt und neu gestaltet, die zweite Zisterne gebaut und der Zugang zur Kernburg tiefer gelegt.
Die Bauarbeiten waren jedoch in schlechter Qualität ausgeführt worden, so dass teure Unterhaltsarbeiten anfielen. 1767 verkauften die Tschudi Gräpplang an die Familie Good, doch scheint diese kaum noch in der zerfallenden Burg gewohnt zu haben.
1804 wurde die Anlage auf Abbruch an Josef Eberli in Flums verkauft. In den nachfolgenden Jahrzehnten verwendete man die Steine von Gräpplang zur Ausbesserung von Gebäuden in der Umgebung der Burg und die Dachziegel für die Reparatur der Kirche von Vilters.
Erst im 20. Jahrhundert begann man sich um die Erhaltung der immer noch stattlichen Ruine zu kümmern. Ab 1914 nahm der lokale Verkehrsverein erste Ausbesserungsarbeiten vor und 1928 übernahm die Gemeinde Flums die Burg.
1990 bis 1991 wurden auf der Burg letztmals umfassende Konservierungsarbeiten durchgeführt. 1998 wurde das Innere des Palas durch schmale Treppen und Stege ergänzt und Besuchern zugänglich gemacht.
Galerie
Bild:Gräpplang_aussen.jpg|Aussenansicht
Bild:Gräpplang_Turm.jpg|Bergfried
Bild:Gräpplang_innen.jpg|Innenansicht
Bild:Gräpplang_innen1.jpg|Innenansicht
Literatur
* F. Knoll-Heitz: Burgenforschungskurs auf G. bei Flums. 1-33. 1958-90
* W. Neubauer, Flums-G.: Eine spätbronzezeitliche Siedlung in der Schweiz. 1994
* Werner Meyer (Red.): Burgen der Schweiz. Band 6. Zürich, 1983

