Burg Dauchstein
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Die Burg Dauchstein bei Helmstatt einige kleinere Wiesen und Äcker in Zuzenhausen an Gerung von Helmstatt. 1398-1421 erscheint Swicker der Ältere von Helmstatt, 1423-1426 Swicker der Jüngere und 1423-1448 dessen Bruder Hans als Burgherr. In diese Zeit fällt auch, der heute nur noch in Resten erkennbare, Bau des Palas. Hans von Helmstatt und seine Frau Margarete von Angelach verkauften Burg Dauchstein und den Ort Binau 1448 schließlich an Dieter von Bödigheim. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts heirateten die beiden Töchter, Margarete und Felicitas, des Georg von Bödigheim, die Brüder Hans Dieter III. und Hans Hans VI. Landschad von Steinach. 1605 schreibt schreibt Hans Ulrich Landschat zu Christoph II. in einer Chronik: ?Seine zween Söhne haben 2 Schwestern von Bodickheim zur ehe gehabt, damit sie daz herrlich gut Binau bekommen ?. Hildebrandt nimmt an, dass auch diese es waren, und nicht wie trotz offenbar fehlender Urkunden bislang angenommen die v. Bödigheim, welche das Schloss in Binau erbauten.
Da die Burg Dauchstein von da an nicht mehr als Wohnsitz benutzt wurde, wurde sie dem allmählichen Verfall preisgegeben. Am 2. Mai 1629 wurde dann Burg Dauchstein und Binau an die Herren von Hunoltstein verkauft. Um 1676 wird von einem Gefängnis im Untergeschoss des Wohnturms berichtet und von einem wohl neu errichteten Wächterbau. Dieser soll aber erst nach dem Zerfall des Palas errichtet worden sein. 1706 ging der Besitz an Johann von Violäth und zwischen 1714 und 1763 erscheinen die Freiherren von Adelsheim als Besitzer. 1767 erscheinen Graf Andreas von Riaucour und 1771 sein Schwiegersohn Carl Theodor von Schall als Burgherren.
Heutige Nutzung
Seit Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhundert ist die Burg im Privatbesitz eines Ehepaares, welches den Wohnturm mit viel Detailliebe und noch mehr Fleiß, wieder in einen der Bauzeit entsprechendem benutz- und bewohnbaren Zustand versetzte und sich sehr um die Substanzerhaltung müht. Auch der zugeschüttete Keller des Wohnturms wurde mühevoll wieder freigelegt.
Anlage
Die Burganlage besteht heute im Wesentlichen aus einem Wohnturm aus dem Jahr 1030. Die weiteren Bauwerke (Palas und die 1,7 Meter dicke Schildmauer) sind Ruinen und nur noch in Resten erkennbar. Insbesondere der ehemalige Palas ist nach Abbruch eines Teils der Felsplatte zum größten Teil verschwunden. Der Wohnturm, vielfach fälschlicherweise als Bergfried beschrieben Zur Unterscheidung Wohnturm-Bergfried siehe Otto Piper: Burgenkunde. Weidlich/Flechsig, Würzburg 1912., ist 20 Meter hoch und umfasst eine Fläche von 6 x 6 Metern. Zudem weißt der Turm zwei interessante Besonderheiten auf. Sein Abtritt war nicht wie üblich freiliegend, sondern innenliegend mit einer Abflussröhre nach außen. Auch sind die Stockwerke des Wohnturms nicht mit Holztreppen oder Leitern verbunden, sondern mit sehr engen und niedrigen Treppengängen in der Außenmauer. Anfang des 20. Jahrhundert wurde der Turm renoviert und mit einer zusätzlichen Etage versehen. Auf dem Burggelände befinden sich auch zwei Wasserquellen.
Vom obersten Stockwerk des stromlosen Wohnturms hat man eine sehr schöne Aussicht auf den Neckar und auf das Kernkraftwerk Obrigheim auf der anderen Neckarseite. Lebendiger kann man 1000 Jahre Zeitunterschied kaum erfahren.
Die Burg wird privat genutzt und ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Literatur
* Ludwig H. Hildebrandt: Neue Erkenntnisse über die Burg Dauchstein bei Binau, Neckar-Odenwaldkreis in Kraichgau Folge 19/2005. Heimatverein Kraichgau unter Förderung der Stiftung Kraichgau, Eppingen 2005
Referenzen
Weblinks
* [http://www.burgtour.de/burgen2.htm?/burg-dauchstein-bw.html Burg Dauchstein] auf der Seite [http://www.burgtour.de burgtour.de]
* [http://burgen-web.de/site40_d.htm Burg Dauchstein] auf der Seite [http://burgen-web.de burgen-web.de]
* [http://www.badischewanderungen.de/Burg-Dauchstein.htm Burg Dauchstein] auf der Seite [http://www.badischewanderungen.de badischewanderungen.de]

