Burg Bibiton
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|Höhe-Bezug = CH
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Die Burg Bibiton bei Kaltbrunn im schweizerischen Kanton_Sankt_Gallen ist heute eine Burgruine.
Lage
Die Mauerreste der Turmburg befinden sich nordöstlich der Bahnstation Benken in der Linthebene.
Geschichte
Die Turmburg Bibiton stand ursprünglich am östlichen Rand des Tuggenersees zwischen Tuggen und Kaltbrunn, der im 16. Jahrhundert verlandete. Sie wurde vermutlich im frühen 13. Jahrhundert von den Grafen von Rapperswil erbaut, die als Kastvögte des Klosters_Einsiedeln in dieser Zeit in der Linthebene mehrere Wehrbauten, darunter auch die Burg Grynau errichteten.
Die Burg wurde im 14. Jahrhundert zum Sitz von Lehensträgern der Grafen_von_Toggenburg. 1358 saß hier ein Edelknecht namens Kraft Schnode, bis 1393 lebten auf Bibiton die österreichischen Edlen von Bruchi. Im Anschluß wurde die Burg Sitz der Meier von Kaltbrunn, die in den Jahren 1419 und 1428 genannt werden. 1444 wurde sie im Alten_Zürichkrieg zerstört und im 15. Jahrhundert aufgegeben.
Im Jahr 1863 wurden vom Besitzer des Geländes die Überreste der Burg eben abgetragen. 1928 erwarb der Lokalhistoriker Johann Fäh das Areal und führte 1936/1937 Ausgrabungen durch. Während der Untersuchungen wurde festgestellt, dass der erste Stock der Turmburg im Erdboden versteckt war und seine Fundamente auf einem Pfahlrost ruhen. Die freigelegten Mauerreste wurden inzwischen weitestgehend wieder zugedeckt, die Funde umfassten diverses Werkzeug, Ofenkacheln, Hufeisen sowie Reste eines Harnisch.
Literatur
*Thomas Bitterli-Waldvogel: Schweizer Burgenführer, Verlag Reinhardt Basel 1995, ISBN 3724508654
*Bernhard Anderes: Die Kunstdenkmäler des Kantons St. Gallen, Band V: Der Bezirk Gaster, Basel 1970, ISBN 3906131319, S. 129-131

