Burg Are
|Höhenordinate =
|Höhe-Bezug =
}}
Die Burg Are, deren 12. Jahrhundert erhalten.
1996-1999 wurde die Ruine mit hohem finanziellen Aufwand gesichert und unter Denkmalschutz gestellt. Seither ist sie für die Öffentlichkeit wieder zugängig.
Geschichte
1246 schenkte Graf Friedrich von Hochstaden, Propst zu Xanten, unter Zustimmung seines Bruders Konrad_von_Are-Hochstaden die Grafschaft mit den Burgen Are, Hart und Hochstaden dem Erzstift Köln. Die Erweiterungsbauten mit umfassender Wehrmauer wurden in kurkölnischer Zeit (14. und 15. Jahrhundert) zum Schutz der kurkölnischen Besitzungen im Ahrgebiet errichtet. Zeitweise diente die Burg auch als Gefängnis, in dem die Kölner_Erzbischöfe unliebsame Gegner einkerkern ließen, um sie gefügig zu machen. Lange Zeit war Burg Are geistiges und kulturelles Zentrum für das gesamte Gebiet.
1690 wurde die Burg nach neunmonatiger Belagerung durch französische Truppen erstmals erobert und zerstört. In den Ruinen nisteten sich anschließend kurkölnische Truppen ein und machten die Gegend unsicher. Aus diesem Grunde ließ Kurfürst Joseph Clemens von Bayern die Mauern im Einvernehmen mit den Dorfbewohnern sprengen.
Die Grafen von Are-Hochstaden
Theoderich von Are ist 1087 erstmals urkundlich erwähnt. Die Grafenfamilie nannte sich nach dem Flusslauf der Ahr, deren Umland sie im Besitz hatte. 1140 teilen sich die Linien Are-Hochstaden und Are-Nürburg. Söhne der Familie sind Gerhard von Are, Propst des Bonner Cassiusstifts (1124-1169) und Erbauer der Münsterkirche, Friedrich II. von Are, Bischof von Münster (1152-1168), Lothar von Hochstaden, Bischof_von_Lüttich (1192-1193), Dietrich II. von Hochstaden, Bischof von Utrecht (1198-1211), und Konrad von Hochstaden, Kölner Erzbischof (1238-1261) und Erbauer des Kölner Doms. 1246 stirbt die Linie Are-Hochstaden aus.

