Burg Amöneburg
|Höhenordinate = 365
|Höhe-Bezug = DE-NN
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Die zum Stadtgebiet Hessen. Der Name der Burg leitet sich vom keltischen Namen "Amana" der Ohm ab.
Lage
Die Amöneburg liegt auf dem 365 m hohen gleichnamigen Berg. Der Berg, auf dem die Amöneburg liegt, ist eine Basaltkuppel, die vor etwa acht Mio. Jahren entstanden ist und zu einer Reihe kleinerer vulkanischer_Schlote gehört, die vermutlich Ausläufer des Vogelsberg sind.
Hier, wie bei den meisten Vulkanen dieser Art, wurde nur untergeordnet Basaltlava gefördert. Häufig begann die vulkanische_Tätigkeit mit Gasexplosionen und Erzeugung pyroklastischen_Materials. Erst nach diesem Ausstoß floss die Basaltlava aus. An der steilen Ostwand des Berges findet man meterlange Basaltsäulen.
Unterhalb der Burg fließt die Ohm, die hier das Amöneburger Becken durchquert.
Geschichte
Schon zur Zeit der Merowinger soll hier eine Festung gebaut worden sein.
Im Jahre 721 fühlte sich Bonifatius dazu berufen, die Bevölkerung in und um die Amöneburg von ihrer heidnisch-christlichen Glaubensmixtur zu befreien. Sein erstes Domizil nahm er in der fränkischen Festung Amöneburg. Sichtbarer Ausdruck seiner Missionsarbeit war die Errichtung eines kleinen Klosters und einer Kirche innerhalb der Burganlage.
Im Jahr 1145 wurde durch das Erzbistum Mainz auf der Bergspitze eine erste Burg erbaut. Bereits 1165 wurde diese erste Burg durch den Landgraf Ludwig_von_Thüringen zerstört. Nach der Zerstörung erfolgte bald ein Wiederaufbau. Über eine Verpfändung an Kuno von Münzenberg wird 1183 bereichtet. 1222 ist die Burg wieder mit Mainzer Burgmannen besetzt. 1646 kommt es zu einer weiteren Zerstörung der Burg durch hessische und schwedische Truppen unter General Wrangel. Zwischen 1650 und 1675 wird die Burg teilweise erneuert. Im Siebenjährigen Krieg wurde sie ein weiters Mal zerstört.
Heute sind nur noch die Reste von Wohnbauten und Teile der Ringmauer mit Flankentürmen zu sehen.
Heutige Nutzung
Die Burgruine dient jeden Sommer als Kulisse des so genannten OpenEyes-Filmfestes.
Literatur
* Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. Wartberg Verlag. Gudensberg, 2000
Weblinks
* [http://www.burgenwelt.de/amoene/gefels.htm Amöneburg] auf der Seite [http://www.burgenwelt.de burgenwelt.de]
• Open Eyes - 12. Kurzfilm-Festival 14.-17. Juli 2005

