Burchard III. (Schwaben)
Burchard III. (* um 915; ? 11. November oder 12. November 973) war Graf im Thur- und Zürichgau (Graf von Rätien fraglich) sowie Herzog von Schwaben von 954 bis 973.Er war der Sohn des Herzogs Burchard_II._von_Schwaben und der Regilinde. Nach dem Tod seines Vaters im Jahre 926 wurde er nach Sachsen verbracht und dort mit einer Immedingerin vermählt, um die Kreise des neuen Herzog Hermann I. nicht zu stören. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor: Dietrich_I., Stammvater der Wettiner und Burchard, Graf im Liesgau. In zweiter Ehe war er mit Hadwig (? 994) von Bayern (Tochter von König Ottos_I. Bruder Heinrich) verheiratet. Hadwig war die Stifterin des Klosters_Hohentwiel. Die Ehe blieb kinderlos.
In den Jahren 950 bis 954 war Liudolf (Schwiegersohn von Hermann_I., Sohn König Ottos_I.) Herzog von Schwaben. Er musste nach erfolglosem Aufstand gegen seinen Vater seine Herrschaft aufgeben, so dass Burchard 954 in der Reichsversammlung von Arnstadt den Herzogstitel erhielt. Auch die Verwandtschaft mit Königin_Adelheid spielte bei der Ernennung eine Rolle.
Burchard gehörte zum Gefolge Ottos I., er diente ihm 955 bei der Schlacht auf dem Lechfeld, er gehörte zu Ottos Truppen bei dessen Italienzügen. 965 erhielt er den Auftrag, den dritten Italienfeldzug Ottos I. gegen König_Berengar_II._von_Italien zu führen. Der Sieg Burchards in der Schlacht am Po am 25. Juni 965 sicherte Otto die restlichen langobardischen Herzogtümer in Süditalien und ihre Eingliederung (972) in das Heilige_Römische_Reich.
Im Jahre 973 starb Burchard III. von Schwaben. Er wurde in der St. Erasmuskapelle des Klosters_Reichenau begraben. Otto I. von Schwaben, der Sohn Liudolfs regierte von nun an das Herzogtum.
Weblinks
• genealogie-mittelalter.de

