Tamara Bunke
Tamara Bunke (Deckname: Tania) (19. November 1937 in Buenos Aires, Argentinien; ? 31. August 1967 in Vado de Puerto Mauricio, Bolivien), genannt Tania la Guerrillera, wurde bekannt als Kämpferin in der Guerilla-Truppe um Che Guevara in Bolivien.Tamara Bunke wurde in Argentinien als Tochter deutschstämmiger Emigranten, ihres Vaters Erich und ihrer jüdischen Mutter Nadia, geboren. Diese kehrten 1952 in die DDR zurück und lebten in Stalinstadt (heute: Eisenhüttenstadt), wo Bunke 1956 ihr Abitur an der Erweiterten Oberschule Clara Zetkin ablegte.
In der DDR engagierte sie sich u.a. in der Freien_Deutschen_Jugend. Ihr besonderes Interesse galt der lateinamerikanischen Revolution. Während eines kubanischen Staatsbesuches in der DDR im Jahr 1960 dolmetschte sie für Che Guevara. Im Jahr darauf reiste sie selbst nach Kuba. Dort genoss Bunke eine Spezialausbildung für den Untergrundkampf, die sie konspirativ auch in die Bundesrepublik Deutschland führte.
Als sich Kuba 1966 entschloss, die Nationale Befreiungsarmee Boliviens (ELN) aktiv zu unterstützen, ging sie zusammen mit den beiden kubanischen comandantes Che Guevara und Juan Vitalio Acuña Núñez nach Bolivien. Zunächst arbeitete sie in La_Paz im Untergrund für die logistische Unterstützung der Guerilla. Nach ihrer Enttarnung am 21. März 1967 floh sie zur kämpfenden Truppe in die Wälder. Im April 1967 blieb sie aufgrund einer Erkrankung mit der Nachhut zurück, die von Juan Vitalio Acuña Núñez angeführt wurde. Im gleichen Monat riss der Kontakt zur Hauptgruppe um Che Guevara ab. Auf der Suche nach der abgetrennten Hauptgruppe irrte die Nachhut in den östlichen Anden-Abhängen umher, ohne je wieder einen Kontakt herstellen zu können. Am 31. August 1967 starb Bunke in einem feindlichen Hinterhalt am Río_Grande nahe Vado de Puerto Mauricio zusammen mit Juan Vitalio Acuña Núñez. Ihr Körper wurde sieben Tage später am Ufer des Río Grande gefunden.
Tamara Bunke wurde ein nicht bestätigtes Liebesverhältnis mit Che Guevara nachgesagt; mitunter wird auch behauptet, sie sei zum Zeitpunkt ihres Todes von diesem schwanger gewesen, was ebensowenig bewiesen ist.
Weiterhin behauptet der 1961 übergelaufene Oberleutnant der Staatssicherheit der DDR Günther Menne in der Guevara-Biographie von Daniel James, daß Tamara Bunke als Agentin des MfS auf Che Guevara angesetzt worden sei und er ihr Führungsoffizier war. Eine Anfrage der Mutter bei der Gauck-Behörde ergab, dass Tamara Bunke keine Agentin des MfS war.Heute ist Tamara Bunke in Kuba eine Nationalheldin. Ihr zu Ehren wurden die früheren Polytechnischen_Oberschulen in Magdeburg-Friedenshöhe, Dresden, Berlin, Benndorf sowie in Sanitz und Ziltendorf benannt.
Die Mutter Nadia Bunke lebte bis zu ihrem Tod 2003 in Berlin-Friedrichshain.
Weblinks
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• Wikihüttenstadt mit biografischen Angaben zu Tamaras Zeit in Stalinstadt
• Die Darstellungen
• FemBiografie Tamara Bunke

