Bungsberg
Der Bungsberg ist mit 168 m die höchste Erhebung in Schleswig-Holstein. Er liegt in der Holsteinischen_Schweiz bei Schönwalde am Bungsberg (Kreis Ostholstein) zwischen Scheelholz und Mönchsneversdorf.
thumb|left|Gipfelstein_und_Sendemasten
Einigen Untersuchungen zufolge wird der Ursprung der Holsteiner an diesem einstmals sehr waldigen Ort vermutet.
Am Bungsberg entspringt mit der Schwentine einer der längsten Flüsse Schleswig-Holsteins.
Freizeit und Erholung
Heute ist der Bungsberg ein beliebter Aussichtspunkt, von dem man bei gutem Wetter bis zur Ostsee blicken kann. Ein Aussichtsturm, der Elisabethturm, wurde bereits 1861 vom Großherzog auf dem Bungsberg errichtet und misst seit einer Erhöhung um vier Meter im Jahre 1864 22 m.
Der Elisabethturm ist heute der Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Als Ersatz wurde auf dem Fernmeldeturm Bungsberg (siehe unten) auf halber Höhe des Masts eine Aussichtsplattform installiert. Im April 2007 machen die Anlagen für Ausflugsreisende auf den Bungsberg einen verwahrlosten Eindruck. Das Gasthaus ist in großen Teilen demoliert (zerstörte Fenster, Graffiti) und komplett eingezäunt. Auch für die Aussichtsplattform am Mast des Fernmeldeturms gilt, was ein Schild am Eingang verkündet: Wegen Vandalismus geschlossen.
Im Winter ist der Bungsberg Schleswig-Holsteins einziges Wintersportgebiet mit einem eigens für die seltenen verschneiten Tage installierten Skilift. Die Tageskarte für den Skipass kostet 10 Euro.
Entstehung
Bei dem Bungsberg handelt es sich um eine eiszeitliche Endmoräne.
Eine Besonderheit ist seine Entstehung bereits in der Saaleeiszeit vor etwa 150.000 Jahren.
In der (letzten Eiszeit) Weichseleiszeit konnten die Gletscher den Berg aufgrund seiner Höhe nicht überwinden und umflossen ihn daher und bildeten damit einen Nunatak.
Fernmeldeturm Bungsberg und NDR-Sendemast
thumb|Fernmeldeturm_am_Bungsberg
Zwischen 1975 und 1977 wurde auf dem Bungsberg von der damaligen Deutschen_Bundespost ein 179 m hoher Fernmeldeturm in Stahlbetonbauweise (Typenturm) errichtet. Dieser Turm besitzt in 40 m Höhe eine für den Publikumsverkehr nicht mehr zugängliche Aussichtsplattform.
Ca. 600 Meter nordwestlich des Bungsberges befindet sich ein zweiter großer Antennenträger. Dieser ist 231 Meter hoch, wurde 1960 errichtet und hat die Form eines abgespannten, geerdeten Stahlrohrmastes. Nutzer der Installation ist der NDR für UKW und Fernsehen.
Der Sendemast wurde durch einen (ähnlich anmutenden) mit Sendeantennen für DVB-T ausgerüsteten abgespannten Stahlfachwerkmast ersetzt. Der Ersatz des alten Sendemasts ist auf dem Foto links oben (Gipfelstein und Sendemast) gut zu erkennen.
Der Rückbau des alten, 1960 erbauten Stahlrohrmasts wurde im Oktober 2006 abgeschlossen.
=Vom Bungsberg abgestrahlte UKW-Hörfunkprogramme
={| class="prettytable"
|- style="background:#ccc;"
!Sendername
!Region
!UKW
!ERP
|-
|NDR 1 Welle Nord
/'>Ost/Lübeck
|97,8 MHz
|50 kW
|-
|NDR Info
/'>keine
|96,6 MHz
|1 kW
|-
|Deutschlandradio Kultur
/'>keine
|103,1 MHz
|0,2 kW
|-
|Radio Nora
/'>Ost
|106,2 MHz
|0,13 kW
|-
|'''Weitere Bilder vom Bungsberg und seiner Umgebung
• Fernmeldeturm Bungsberg
• Sendemast Bungsberg
• Neuer Sendemast Bungsberg
• Öffnungszeiten des kleinen Ski-Lift

