Bundesverband für den Selbstschutz
Der Bundesverband für den Selbstschutz (BVS) war eine bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Köln und Dienstherrenfähigkeit.Der Bundesverband entstand 1968 durch Umbenennung des Bundesluftschutzverbandes (BLSV) und wurde 1997 im Rahmen der Neuordnung des Zivilschutzes aufgelöst. Die Aufgaben wurden vom Bundesamt für Zivilschutz gemeinsam mit den Gemeinden weitergetragen. Auch dieses Amt wurde im Rahmen von Sparmaßnahmen aufgelöst und seine Zuständigkeiten zum 1. Januar 2001 dem Bundesverwaltungsamt übertragen. Aus diesem wurde vor dem Hintergrund der Terroranschläge vom 11. September 2001 zum 1. Mai 2004 das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausgegründet.
Mitglieder des BVS waren der Bund, die Länder, die Gemeindeverbände und andere Körperschaften. Er wurde von einem Vorstand geleitet, der sich aus einem Präsidenten und einem geschäftführenden Direktor zusammensetzte. Während der Präsident ehrenamtlich tätig war, war der Direktor Beamter auf Zeit und Vorgesetzter aller Beamten, Angestellten und Arbeiter des BVS.
Der BVS, in dem sich besonders für die Selbstschutz-Ausbildung Jugendlicher und die Information breiter Bevölkerungskreise viele Ehrenamtliche als Fachlehrer oder Selbstschutzhelfer engagierten, hatte die Aufgabe, die Bürger über Selbstschutzmaßnahmen bei Krisen, Katastrophen und im Verteidigungsfall aufzuklären. Dazu gehörten zum Beispiel Informationen über den Brandschutz, die Bergung und Versorgung Verletzter, die Vorratshaltung von Nahrungsmitteln oder den Bau von Schutzräumen in privaten Immobilien. Der BVS unterhielt fünf eigene Schulen, in welchen Selbstschutzlehrgänge vor allem für Behördenmitarbeiter durchgeführt wurden. Einen großen Anteil hatten die praktischen Lösch- oder Bergungsübungen für die Katastrophenschutzzüge der Deutschen Bundespost.
Der BVS gab viele Jahre das Zivilschutz-Magazin heraus, in dem sich auch die großen deutschen Katastrophenschutz-Organisationen wiederfanden.
Der Verband gliederte sich in die Bundeshauptstelle, die Landesstellen, die örtlichen Dienststellen sowie Schulen.
Geschichte
1946 erfolgt teilweise aus Beständen des Reichsluftschutzbundes rekrutiert, die Gründung des Luftschutzvereins.
1951 wird der Luftschutzverein in Bundesluftschutzverband umbenannt und ist von nun an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.
1968 Umbenennung in Bundesverband für den Selbstschutz.
31. Dezember 1996 Auflösung des Bundesverbandes. Die Aufgaben werden durch das Bundesamt für Zivilschutz übernommen.
Gliederung
*Bundeshauptstelle (Köln)
**Landesstelle Baden-Württemberg (Stuttgart)
***Dienststelle Stuttgart
***Dienststelle Mannheim
***Dienststelle Heilbronn
***Dienststelle Schwäbisch Hall
***Dienststelle Ludwigsburg
***Dienststelle Karlsruhe
***Dienststelle Offenburg
***Dienststelle Reutlingen
***Dienststelle Ulm
***Dienststelle Ravensburg
***Dienststelle Rottweil
***Dienststelle Freiburg im Breisgau
**Landesstelle Bayern (München)
***Dienststelle München
***Dienststelle Kaufbeuren
***Dienststelle Starnberg
***Dienststelle Rosenheim
***Dienststelle Augsburg
***Dienststelle Landshut
***Dienststelle Deggendorf
***Dienststelle Regensburg
***Dienststelle Ansbach
***Dienststelle Nürnberg
***Dienststelle Weiden
***Dienststelle Bayreuth
***Dienststelle Hof
***Dienststelle Aschaffenburg
***Dienststelle Würzburg
**Landesstelle Hessen (Wiesbaden)
***Dienststelle Darmstadt
***Dienststelle Frankfurt am Main
***Dienststelle Friedberg
***Dienststelle Wetzlar
***Dienststelle Fulda
***Dienststelle Kassel
***Dienststelle Wiesbaden
**Landesstelle Rheinland-Pfalz (Mainz)
***Dienststelle Mainz
***Dienststelle Kaiserslautern
***Dienststelle Ludwigshafen
***Dienststelle Koblenz
***Dienststelle Trier
**Landesstelle Saarland (Saarbrücken)
***Dienststelle Saarbrücken
***Dienststelle Neunkirchen
**Landesstelle Nordrhein-Westfalen
**Bundesschule Ahrweiler
***Schule Voldagsen
***Schule Schloss Körtlinghausen
***Schule Birkenfeld
***Schule Geretsried
...wird fortgesetzt
Dienststellen des Bundesluftschutzverbandes in kleineren Städten waren ehrenamtlich besetzt.

