Bundesstraße 170
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Die Bundesstraße 170 (Abkürzung: B 170) ist eine deutsche Bundesstraße im Freistaat Sachsen. Sie beginnt in Dresden an der A_4 und endet bei Zinnwald an der Grenze zu Tschechien.
Geschichte
Die Staatsstraße von Dresden über Dippoldiswalde nach Teplitz (Böhmen) wurde in den Jahren 1842 bis 1846 erbaut und löste die als Erzgebirgspass genutzte Alte Dresden-Teplitzer Poststraße, die über Pirna und Berggießhübel führte, ab. Bis 1882 wurde diese Straße regelmäßig von Postkutschen befahren. Nach der Eröffnung der Weißeritztalbahn, die seit dem 1. November 1882 von Freital über Dippoldiswalde bis Schmiedeberg verkehrte, wurde der Postkutschenverkehr von und nach Dippoldiswalde eingestellt.
Am 1. April 1919 wurde eine Buslinie von Dresden über Bannewitz und Possendorf nach Dippoldiswalde eröffnet, wobei der Streckenabschnitt zwischen Dresden und Possendorf wesentlich häufiger bedient wurde. Auch der Streckenabschnitt zwischen Kipsdorf, Altenberg und Zinnwald wurde spätestens seit 1925 im Sommer regelmäßig von einer Buslinie bedient.
Bei der 1932 eingeführten Nummerierung des Reichsstraßennetzes wurde die Straße von Dresden nach Teplitz noch als Reichsstraße 96 bezeichnet. Später erhielt diese Straße die Bezeichnung Reichsstraße 170. Zwischen 1938/1939 und 1945 wurde die anschließende Straßenverbindung von Teplitz über Theresienstadt nach Prag ebenfalls als Reichsstraße 170 bezeichnet. In der DDR hieß sie Fernverkehrstraße 170 (F170) und war eine der wichtigsten Strecken für den Verkehr in Richtung CSSR, Ungarn und weiter.
1977 begann man mit dem Bau einer Brücke zur Umgehung von Dippoldiswalde, dieser wurde jedoch bald unterbrochen und erst in den Jahren 1993 bis 1995 fertiggestellt.
Seit 1989 hatte sich der Verkehr (insbesondere der LKW-Verkehr) über den Grenzübergang Zinnwald vervielfacht. Um das Osterzgebirge vom Verkehr auf der Bundesstraße 170 zu entlasten, wurde 1994 ein Güterzug für den LKW-Verkehr eingeführt. Vom 25. September 1994 bis zum 19. Juni 2004 verband die "Rollende Landstraße" den Güterbahnhof Dresden-Friedrichstadt mit dem in Böhmen liegenden Lovosice. Täglich verkehrten 10 Züge in beiden Richtungen, ein Zug transportierte 23 LKWs.
Im Jahr 2001 wurde der neue Grenzübergang Altenberg eröffnet, um Zinnwald-Georgenfeld von Verkehr zu entlasten. Dazu wurde die B170 bei Zinnwald verlegt.
Das Hochwasser_im_August_2002 beschädigte die B 170 zwischen Dippoldiswalde und Altenberg, so dass sie einige Monate nur teilweise befahrbar war. In diesem Zusammenhang wurde eine Verlegung der B170 aus dem Weißeritztal heraus diskutiert.
Große Schwierigkeiten gab es jedes Jahr in den Wintermonaten, da die Wetterbedingungen die B170 für LKW vor allem zwischen Waldbärenburg und Altenberg häufig unpassierbar machten. Hier versuchte man zum Teil, die LKW zu "Zügen" zusammenzufügen und mit schwerer Technik nach Altenberg zu schleppen.
Seit 22. Dezember 2004 kreuzt die _Autobahn_17 die Bundesstraße 170 an der Anschlussstelle Dresden-Südvorstadt. Dazu wurde die B170 zwischen Dresden-Südvorstadt und Bannewitz vierspurig ausgebaut.
Die Belastung durch den LKW-Verkehr nahm so stark zu, sodass Anwohner und Bürgerinitiativen mehrfach die Straße blockierten und eine Sperrung für den LKW-Fernverkehr forderten. Fuhren im Jahre 2000 noch 470 LKW täglich durch Schmiedeberg, so waren es 2004 schon bis zu 3248 LKW pro Tag.
Ab dem 15. März 2006 war die B 170 ab Possendorf in Richtung Tschechien für LKW über 12 t wegen Bauarbeiten gesperrt. Seit der Fertigstellung der _A17 von Dresden in Richtung Prag am 21. Dezember 2006 ist die B 170 zwischen Possendorf und dem Grenzübergang Altenberg für den Durchgangsverkehr über 7,5 t in beiden Richtungen gesperrt.
Siehe auch:
Liste der Bundesstraßen in Deutschland
Liste der Straßen in Sachsen
Weblinks
* http://www.lebenswertes-erzgebirge.de - Homepage der Bürgerinitiative gegen zunehmenden Schwerlastverkehr auf der B 170

