Piesberg
thumb|right|Aussichtsplattform_auf_dem_PiesbergDer Piesberg ist ein Berg bei Osnabrück (Niedersachsen).
Er liegt nordwestlich der Stadtteile Eversburg und Pye und südlich der Gemeinde Wallenhorst mit einer Höhe von 188 Meter über NN. Sein Name lässt sich vermutlich auf die an seinem Fuß liegende frühere Bauernschaft Pye zurückführen. Er ist eine der drei Oberkarbonausbrüchen des Ibbenbürener Steinkohlenreviers (Schafberg, Piesberg und Hüggel).
Entstehung
In der Zeit des Karbons war die Gegend um Osnabrück ein Küstenstreifen. In der Folge entstand aus den Mooren und Sümpfen eine Steinkohleschicht. Sand- und Kiesbänke verfestigten sich zu Sandstein und Tonsteinschichten. Die Erdschichten der folgenden Erdzeitalter überlagerten die Gesteine des Karbons, bis ein unterirdischer Vulkan vor etwa 70 Millionen Jahren die Geburtsstunde des Piesbergs einläutete, indem er tief versunkene Gesteinsschichten an die Erdoberfläche trieb. Da dieser Vulkan jedoch nicht zum Ausbruch kam, sondern lediglich einen Berg formte, spricht man auch von einem ?steckengebliebenen Vulkan?, der den Berg vor sich hertrieb, dem Bramscher Pluton. Steinkohle, Schiefertone und Sandsteine sind am Piesberg bis heute zu finden.
Bergbau
Bis in das zwanzigste Jahrhundert wurden am Piesberg große Mengen Sandstein abgebaut, was ihn prägend für die Bauweise der Steinhäuser im Osnabrücker Land machte. Zeitweise war der Piesberg der größte Steinbruch Mitteleuropas. Im kleineren Rahmen wird an den Flanken des Piesbergs auch heute noch Gestein abgebaut, hauptsächlich Karbonquarzit.
Die durch den Bergbau entstandenen Steinbrüche wurden seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts mit Müll verfüllt. Im Rahmen neuer Entsorgungsgesetzgebung wurde die von der Stadt Osnabrück betriebene Zentraldeponie Piesberg im Jahr 2004 geschlossen. Die noch offenen Deponieflächen werden sukzessive abgedeckt und renaturiert.
*Siehe Hautpartikel: Steinkohlenbergbau am Piesberg
Bundesgartenschau 2015
Unter dem Motto ?Ein Berg im Aufbruch - blühende Aussichten? sollte im Jahr 2015 die Bundesgartenschau (BUGA) ausgerichtet werden.
Der bis dahin entstehende Landschaftspark sollte den Wandel von einem ?Berg der Arbeit? hin zu einem modernen Naherholungsgebiet aufzeigen, in dem die Denkmale alter Industriekultur integriert werden.
Der Rat der Stadt Osnabrück hat sich jedoch im November 2006 aufgrund der ungeklärten Finanzierungssituation mit knapper Mehrheit entschieden, den Auftrag zur Ausrichtung der BUGA 2015 zurückzugeben. Eine Bürgerinitiative sammelt Unterschriften, um die Stadt Osnabrück zum Umdenken zu bewegen.
Weblinks
• Bürgerbuga 2015

