Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde
Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e .V. (BLL) ist einSpitzenverband der Lebensmittelwirtschaft.Von der Landwirtschaft über die Verarbeitung bis hin zum Handel und zu Angehörigen beratender Berufe sind zahlreiche Wirtschaftsbereiche,_die_sich_mit_Lebensmitteln_beschäftigen, über Verbände oder direkte Mitgliedschaften im BLL vertreten.
Profil
Zu den BLL-Mitgliedern zählen rund 90 Verbände, ca. 300 Unternehmen und ca. 100 Einzelmitglieder. Sie kommen aus den Bereichen Landwirtschaft, Lebensmittelhandwerk, Lebensmittelindustrie, Lebensmittelhandel, Zulieferbereiche, Verpackungsindustrie, Chemische Industrie, private Untersuchungslaboratorien, Anwaltskanzleien und Verlage. Die Mitglieder der Verbände eingerechnet, vertritt der BLL rund 500.000 Unternehmen mit etwa 330 Milliarden Euro Jahresumsatz. http://www.bmelv.de/nn_749110/DE/12-Presse/Reden/2006/04-27-Seehofer__Lebensmittelrecht.html__nnn=true Die Finanzierung erfolgt durch die Mitglieder aus der Lebensmittelindustrie, es werden jedoch keine Zahlen bekanntgegeben. Die Mitarbeiter werden auf der Homepage vorgestellt http://www.bll.de/bll/organigramm/geschaeftsstelle.html
Das BLL-Hauptbüro befindet sich in Bonn, Außenstellen in Berlin und Brüssel sind für Lobbyaktivitäten vor Ort zuständig. Es arbeiten Juristen und Naturwissenschaftler interdisziplinär zusammen. Dadurch ist der BLL in der Lage, den vielschichtigen Fragestellungen rund um Lebensmittel umfassend zu begegnen. Um auf dem jeweils neuesten Stand der Entwicklung zu sein, verfügt der BLL über zahlreiche Informationskanäle auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene und steht in ständigem aktiven Austausch mit der Politik, mit Behörden, wissenschaftlichen Instituten, Unternehmen und Verbänden. Außerdem steht ein wissenschaftlicher Beirat dem BLL als beratendes Gremium zur Seite.
Sein Aufgabengebiet umfasst die Entwicklung des europäischen, deutschen und internationalen Lebensmittelrechts sowie die aktive Begleitung der einschlägigen naturwissenschaftlichen Disziplinen. Hinter den abstrakten Begriffen "Lebensmittelrecht" und "Lebensmittelkunde" verbirgt sich eine Vielzahl von Themenfeldern, mit denen sich der BLL in seiner Arbeit beschäftigt. Lebensmittelhygiene, Kennzeichnung, nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben, Zusatzstoffe, Gentechnik, Qualitätssicherung, Nahrungsergänzungsmittel oder Öko-Lebensmittel sind nur ein kleiner Auszug aus dem Spektrum.
Darüber hinaus ist der BLL Dialogpartner von Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Verbraucherorganisationen und Medien.
Negative Kritik
Verbraucherverbände wie foodwatch werfen dem BLL vor, als "unsichtbare Lebensmittel Loge" Stimmung für Gentechnik zu machen und die Gesetzgebung beispielsweise beim Verbraucherinformationsgesetz massiv zu beeinflussen. Greenpeace bekam zum Thema Gentechnik ein brisantes Papier zugespielt, das die Beteiligung des BLL an Pro-Gentechnik-Kampagnen zeigt. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/15/15902/1.html, http://www.nadir.org/nadir/aktuell/2003/10/26/18444.html
Das kritische Fernsehmagazin Kontraste zeigte in einer Sendung vom 15. Januar 2004 die Einflussnahme des BLL auf die Gesetzgebung:
Die Lebensmittelchemiker : "Auch nach diesem Ernährungsbericht ist weder eine fortschrittliche, von Industrieinteressen unabhängige Informationspolitik zu erwarten noch effektive Verbesserungen im Bereich gesetzlicher Schutz." Die Grünen sehen einen Grund in der personellen Verflechtung der Deutschen_Gesellschaft_für_Ernährung (DGE) und den Autoren des Ernährungsberichtes mit dem BLL, "der Lobby der Ernährungsindustrie". Herbert Schäfer: Tatort Lebensmittelmarkt, Wie auf dem Nahrungssektor gelogen und betrogen wird. Orac, Wien 1993, ISBN 3-7015-0268-4. Seite 32f.}}
Positive Kritik
Neben negativen Stimmen gibt es auch eine Vielzahl positiver Stimmen, die die wissenschaftliche und seriöse Arbeit des BLL schätzen. So schreibt beispielsweise der Präsident der unabhängigen Deutschen Gesellschaft für Ernährung und Professor für Physiologie, Physiologische Ernährung und Ernährungsphysiologie an der Universität Kiel, Prof. Dr. Helmut Erbersdobler, in der Ernährungs-Umschau:
Quellen
Weblinks
• Webpräsenz des BLL
• Mitgliederverzeichnis des BLL (Auszug)
• Kritiken von foodwatch am BLL

