Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden
Der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden KdöR ist eine Gemeinschaft evangelischer Freikirchen der Pfingstbewegung.Geschichte
Der heutige BFP entstand 1982 aus der 1947 gegründeten "Arbeitsgemeinschaft der Christengemeinden in Deutschland". 1988 wurde die "Volksmission entschiedener Christen" in den BFP aufgenommen. Des Weiteren hat ein Teil der Ecclesia-Gemeinden über die Arbeitsgemeinschaft ECCA einen Regionsstatus im BFP.
Organisation
In Deutschland hat der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden ca. 600 Gemeinden (inkl. über 50 ethnischen Gemeinden) und ca. 39.000 gläubig_getaufte Mitglieder sowie 60.000 Zugehörige.
Die Struktur ist synodal-kongregational.
Das oberste Gremium des Bundes ist die Bundeskonferenz, die Leitung hat das Präsidium, das aus acht Pastoren besteht und alle vier Jahre gewählt wird. Präses ist seit 1996 Ingolf Ellßel. Auf Bundesebene gibt es verschiedene Missions- und Sozialwerke und ein theologisches Seminar.
Die Regionalkonferenzen umfassen gewöhnlich das Gebiet eines Bundeslandes. Ihre Leiter gehören ebenfalls zum Präsidium.
Die einzelnen Gemeinden werden von Pastoren oder Predigern und einem Ältestenrat geleitet.
Der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden wird durch freiwillige Spenden seiner Mitglieder finanziert. Obwohl der BFP eine Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR) ist und folglich Kirchensteuern einziehen dürfte, wird bewusst nicht von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.
Der BFP ist dem Forum_Freikirchlicher_Pfingstgemeinden_(FFP) angeschlossen.
Lehre
Pfingstgemeinden sind in der Regel pfingstlich-evangelikal geprägt, das heißt sie betonen die Heilsnotwendigkeit einer eigenen Glaubensentscheidung, die mit Sündenerkenntnis, Buße und der bewussten Annahme von Jesus Christus als dem persönlichem Herrn verbunden ist ("Lebensübergabe"). Wie der Name nahe legt (Pfingsten = Kommen des Heiligen Geistes), liegt ein Schwerpunkt auf dem Glauben an die Kraftwirkungen des Heiligen_Geistes, wie sie im Neuen Testament beschrieben sind.
Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist das persönliche Bekenntnis des Glaubens an Jesus Christus und Taufe durch Untertauchen - im Gegensatz zu den Volkskirchen, wo die Mitgliedschaft durch die Taufe meist bereits als Säugling erlangt wird.
Der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden ist stark auf Mission und Gründung von neuen Gemeinden ausgerichtet.
In den Gottesdiensten wird viel gesungen und gebetet. Die Frauenordination ist im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden erlaubt. Siehe bfp: "Frauenordination eingeführt" [http://www.bfp.de/index.php?id=165&no_cache=1&sword_list]
Ökumene
Der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden sieht sich in Glaubens- und Dienstgemeinschaft mit anderen Gruppen der Pfingstbewegung, der charismatischen_Bewegung und mit Freikirchen und vielen örtlichen Gemeinden innerhalb der Evangelischen_Allianz. Örtlich und regional bestehen auch Kontakte zur Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK).
International bestehen enge Verbindungen zur Schweizerischen_Pfingstmission und zu den Assemblies_of_God.
Am 1. Juli 1996 wurde mit der Deutschen_Evangelischen_Allianz (DEA) die so genannte Kasseler Erklärung vereinbart, die eine neue Basis zur Einheit schuf und die Berliner Erklärung zu einem obsoleten historischen Dokument macht.
Siehe auch
• Evangelischer Freikirchen]
• Freikirchlicher Pfingstgemeinden]
Literatur
* Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden: Stellungnahmen zum ?Dienst der Frau?; Materialien des Bundes-Unterrichts-Werks, Sonderband 2; Penig: Bundes-Unterrichts-Werk des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden, o.J. (2004); vgl. dazu [http://www.bfp.de/index.php?id=165&no_cache=1&sword_list]
Quelle
Weblinks
• Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden
• Freie Christengemeinde - Pfingstgemeinde in Österreich

