Bunak
, Bunak, Tetum, Fataluku]]In der gebirgigen Region Zentraltimors, im Grenzgebiet von West- und Osttimor, leben die etwa 100.000 Angehörigen der ethnolinguistische_Gruppe der Bunak (Bunaq, Buna`, Bunake, Búnaque, Búnaque, Mgai, Gai, Marae).
Zentren der 50.000 Bunak in Osttimor sind die Orte:
• Distrikt_Bobonaro]
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• Distrikt Cova Lima]
• Distrikt (Ainaro)/'>Cassa],_Distrikt_,' target='blank'>Subdistrikt Same, Distrikt (Stadt)/'>Same],_Distrikt_
*:Trans-Neuguinea-Sprachen
*::Timor-Alor-Pantar
/'>KSprache' target='blank'>=Bunak
|Amtssprache =Osttimor (Nationalsprache)
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|SIL =[http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=bfn BFN
}}Die Bunak gehören zu den Ethnien Papua-sprechenden Ethnien zählen. Sie sind umgeben von malayo-polynesisch sprechenden Völkern, wie den Atoin Meto und den Tetum. Bunak unterscheidet sich aufgrund seiner Isolation stark von den timoresischen Papua-Sprachen Makasae und Fataluku. Außerdem unterliegt es einem stärkerem Einfluss durch die austronesischen Sprachen.
Die Wörter im Bunak sind oft stark erodiert, viele bestehen nur noch aus einer Silbe. So ist das Wort für Hund im Fataluku ?iparu? und im Makasae ?defa?, jedoch im Bunak nur ?zap?. Das Vokabular enthält auch Wörter, die aus der Prä-Papua-Zeit Timors zu stammen scheinen, ebenso Wörter aus Portugiesisch uns Malaiisch.
Die Sprache der Bunak ist eine der 15 in der Verfassung anerkannten Nationalsprachen Osttimors.
Wirtschaftsweise
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Der Siedlungsraum der Bunak liegt in den Bergen Zentraltimors, wo die Landwirtschaft ganz von der Menge der Monsunniederschläge abhängig ist. Die Verlässlichkeit einer ausreichenden Regenmenge ist der kritische Moment des landwirtschaftlichen Kalenders in der Zeit der Aussaat. Das Klima in Zentraltimor weist markante Kontraste auf, sodass es für nahezu vier Monate, von September bis in den Dezember hinein unmöglich ist, vorherzusehen, wann und in welcher Menge der Regen fällt. Das größte landwirtschaftliche Problem liegt darin, dass der erste Regen für Wochen unterbrochen werden kann und die schon ausgesäte Saat im Boden vertrocknet. Der Dünger, die nach der Brandrodung zurückgebliebene Asche wird dann ebenfalls vernichtet. Säen die Bunak dagegen zu spät, das heißt, wenn die heftigen Regenfälle schon eingesetzt haben, verrotten die Samen im völlig durchnässten Boden. In beiden Fällen ist die Ernte verloren.
Im kulturspezifischen Überzeugungssytem der Bunak müssen sich die Samen der Erde mit der Saat, die der Mensch in die Erde legt, vereinigen. Anderenfalls findet keine Keimung statt. Die Samen der Erde sind weiblich und werden als der Dunst aufgefasst, der über dem Boden schwebt, wenn der einsetzende Monsunregen die erhitzte Scholle abkühlt. Die Aussaat ist in den Vorstellungen der Bunak männlich.
Nach dieser kulturspezifischen Überzeugung entsteht Fruchtbarkeit erst dann, wenn die Sonne die Gärten der Bunak, beim ersten Monsunregen, maximal aufgeheizt hat, und der Boden die kalte Aussaat aufnimmt. Zu Beginn der Aussaat werden die Samen von Reis und Mais durch rituelle_Handlungen am Feldaltar abgekühlt.
Auch der Körper der Frau ist während des Geschlechtsverkehrs heiß, der Samen des Mannes dagegen kalt. Will die Frau aber ein Kind gebären, fruchtbar sein, muss auch ihr Körper kalt sein, entsprechend der Samen, die die Bauern in die aussäen. In den kollektiven Repräsentationen der Bunak verbinden sich Kühle und Fruchtbarkeit, Hitze mit Tod, Gefahr und Kampf.
Literatur
* Louis Berthe, Bei Gua: Itinéraire des ancêtres, Paris, 1972.
* Claudine Friedberg, Boiled Woman and Broiled Man: Myths and Agricultural Rituals of the Bunaq of Central Timor, Edited James J. Fox, The Flow of Life. Essays on Eastern Indonesia, Harvard University Press, 1980.
Weblinks
• IRCA International: Peuples - Bunaq
• Ethnologue
• The Languages of East Timor: Some Basic Facts

