Bullmastiff
{| class="prettytable float-right" width="320"!style="background:LightSkyBlue" colspan="2" align="center" | Bullmastiff
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!style="background:LightSkyBlue" colspan="2" align="center"|FCI - Standard Nr. 157
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|Patronat
|Großbritannien
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|Klassifikation FCI
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* Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer - Molossoide - Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
* Sektion 2: Molossoide
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|Rassenamen laut FCI
|Bullmastiff
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|Widerristhöhe
|Rüden 63,5-68,5 cm, Hündinnen 61-66 cm
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|Gewicht
|Rüden 49,9-59 kg, Hündinnen 41-49,9 kg
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!style="background:LightSkyBlue" colspan="2" align="center"|Liste der Hunderassen
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Der Bullmastiff ist eine von der FCI (Nr.157, Gr.2, Sek.2) anerkannte britische Irish_Wolfhound) zum Stellen der Wilderer ein, welche bedingt durch den ausgeprägten Jagdtrieb der eingesetzten Hunde häufig zerrissen wurden und damit für eine breitenwirksame öffentliche Hinrichtung nicht mehr zur Verfügung standen. Daher brauchte man also einen großen, kräftigen Hund, der leise, furchtlos und kontolliert vorging, um den Wilderer relativ unversehrt zu stellen.
Die Kreuzung aus Mastiff (ca.60%) und englischer Bulldogge (ca.40%) ergab für diese Aufgabe geeignete Hunde, durch spätere Einkreuzung des Bloodhound mit seinem hochentwickelten Geruchssinn konnte auch die Fährtengängigkeit noch erheblich verbessert werden. Durch fortwährende Zuchtauslese während der nächtlichen Einsätze wurde ein vorzüglicher Schutzhund geschaffen - man bezeichnete ihn zunächst häufig als ?Gamekeeper's Nightdog?. Am 24. 12. 1924 wurde diese neue Rasse mit dem Namen ?Bullmastiff? vom englischen Kennel-Club als eigenständige Hunderasse anerkannt. Großen Anteil an einer erfolgreichen Verbreitung der Rasse auch über die Grenzen Englands hinaus hatte Mr. S. E. Moseley mit seinem ?Farcroft?-Zwinger. Sein Stammrüde hieß Farcroft Fidelity und war einer der bekanntesten frühen Bullmastiffs.
Kurzbeschreibung
Der Bullmastiff ist mit bis zu 68,5 cm ein großer aber bei 59 kg ein sehr massiger Hund. Sein Haar ist kurz und hart, glatt anliegend, in jegliche Schattierung von gestromt, rehbraun oder rot, mit schwarzer Maske. Die Ohren sind v-förmig, zurückgefaltet, weit und hoch, in einer Höhe mit dem Hinterhauptbein angesetzt; sie geben damit dem Schädel ein quadratisches Aussehen.
Sofern sein Interesse geweckt wird, hat der Bullmastiff die Eigenart seine Stirn deutlich in Falten zu legen - dies zeigt seinem Führer lautlos an, dass sich etwas bemerkenswertes ereignet.
Verwendung
Im 20. Jahrhundert boten sich für den Bullmastiff keine wesentlichen Aufgaben mehr bei der Bekämpfung von Wilddiebstahl, jedoch entdeckte man seine Fähigkeiten in anderen Bereichen.
Seine psychologische Wirkung auf eventuelle Gegner (ein Faktor, der so manche Auseinandersetzung schon im Vorfeld vermieden hat), aber auch seine Spürhundfähigkeiten qualifizieren ihn zu einem sehr universell einsetzbaren Diensthund u.a. bei diversen Behörden (z.B. englische und amerikanische Polizei) weltweit.
Außerdem avancierte er zu einem sehr geschätzten Familienhund, der sein ?Rudel? zuverlässig gegen jede Bedrohung schützt und gut mit Kindern umgehen kann.
Von einer Schutzhund-Ausbildung wird bei dieser Rasse im allgemeinen abgeraten, da er aus seiner Rassegeschichte heraus einen sehr guten Schutztrieb besitzt.
Ernährung
Die Ernährung sollte ausgewogen und am Leistungsspektrum des Hundes gemessen sparsam erfolgen.
Da Hunde im ersten Lebensjahr einen gewaltigen Wachstumsschub machen, entsteht bei großwüchsigen schweren Rassen eine gefährliche Situation, deren Auswirkungen sich meist erst in der zweiten Lebenshälfte oder bei starken Belastungen zeigen.
Wenn ein Hund schnell wächst, wird die im Knochen zwischen glatter, harter Außenwand (Kortikalis) und dem Knochenmark ansässige Spongiosa (Schwammgewebe) nur grob ausgebildet - ähnlich einem Schwamm mit großen Löchern. Dieser Mangel beeinträchtigt die gleichzeitige Stabilität und Elastizität des Knochens entscheidend - Bruchgefahr und an einigen Stellen später erhöhter Verschleiß sind die Folge. Nur das langsame Wachstum gibt dem Knochen genug Zeit die Spongiosa vollständig filigran auszubilden. Die in der Vergangenheit vielfach praktizierte vermehrte Zugabe von Kalzium kann hingegen zu einer Versprödung des Knochens führen und ist deshalb ebenfalls nicht zu empfehlen. Die reduzierte Zufuhr von Proteinen begünstigt das langsame Wachstum.
Das für Welpen typische proteinreiche Futter sollte schon im Alter von ca. 6 Monaten einem Alleinfutter für großwüchsige erwachsene Hunde weichen (Proteingehalt ca.22%), auch beim ?barfen? ist auf eine Reduktion des Proteingehaltes zu achten.
Erfahrungsgemäß sind von den jeweiligen Fütterungsempfehlungen der Hersteller von Fertigfutter 15-20% an Menge abzuziehen - bei Gemüse muss nicht gespart werden. Einen guten Anhaltspunkt für das richtige Maß bildet die Aussage ?Alle Rippen müssen leicht fühlbar sein - die letzte (zum Bauchraum) muss zu sehen sein?.
Eine proteinarme Ernährung ist keine Mangelernährung, da der Hund alle benötigten Stoffe in ausreichender Menge zur Verfügung hat. Seine durch die Elterntiere genetisch festgelegte Größe erreicht er später ebenfalls vollständig.
Da der Bullmastiff ein ausgezeichnetes Vermögen besitzt Muskelmasse anzulegen, kann leicht ein Übermaß an Muskelmasse im Verhältnis zur Körpergröße entstehen. In der Folge ist das Herz-Kreislauf-System nur noch mit erhöhtem Puls in der Lage das Gefäßsystem des Hundes zu versorgen. Ein erhöhter Ruhepuls mindert das Lebensalter drastisch. Deshalb ist auch beim erwachsenen Tier eine kontrollierte Nahrungszufuhr (wiederum vor allem wenig Protein) angeraten.
Eine Futterzusammenstellung mit einem Proteingehalt bei 22%, ausreichend Gemüse zur Vitaminzufuhr (Verdaulichkeit beachten: Möhren - roh, Kohlrabi - roh, Kartoffeln - gekocht), diverse pflanzliche Öle (1-2 EL/Fütterung), pro Woche 2x Fisch und 1x ein rohes Ei mit Schale (evtl. im Mörser zerkleinern) bilden eine gute Orientierung.
Um der bei großen Hunden gegebenen Gefahr der Magendrehung vorzubeugen, sollte man die tägliche Futtermenge auf zwei Mahlzeiten aufteilen. Diese wiederum niemals vor, sondern immer nach körperlichen Aktivitäten verabreichen.
Temperament
Er ist treu und anhänglich und zeigt sich besonders sanft und nachgiebig im Umgang mit Kindern. Als geborener Wachhund übernehmen sie diese Rolle instinktiv und verteidigen ihre Familie. Diese Rasse verfügt über ein äußerst ausgeprägtes Gehör und einen erstklassigen Geruchssinn. Allein gelassen schlafen Bullmastiffs meist aus Langeweile.
Pflege
Das kurze Fell dieses robusten Tieres erfordert keine besondere Pflege. Sie neigen jedoch zu Magendrehungen.
Siehe auch
Hunde, Haushund, Kampfhund/Rasseliste
Referenz
• Rassebeschreibung durch den FCI (Referenz) als Worddokument

