Buix
Buix ist eine politische Gemeinde im Distrikt_Porrentruy des Kantons Jura in der Schweiz. Der deutsche Name Buchs wird heute kaum noch verwendet, es sei denn in historischen Kontexten.
Geographie
Buix liegt auf , 8 km nordnordwestlich des Bezirkshauptorts Courtemaîche, Bure und Boncourt im Kanton Jura sowie Villars-le-Sec und Courcelles im angrenzenden Frankreich.
Bevölkerung
Mit 462 Einwohnern (Ende 2006) gehört Buix zu den kleineren Gemeinden des Kantons Jura. Von den Bewohnern sind 95.6 % französischsprachig, 2.2 % spanischsprachig und 1.1 % deutschsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Buix belief sich 1850 auf 453 Einwohner, 1900 auf 561 Einwohner. Seit 1970 (617 Einwohner) wurde ein deutlicher Bevölkerungsrückgang verzeichnet.
Wirtschaft
Buix ist immer noch landwirtschaftlich geprägt. An einem optimal zur Sonneneinstrahlung exponierten Hang des Allainetals südöstlich von Buix werden seit 1988 wieder Reben angepflanzt. Ausserhalb des landwirtschaftlichen Sektors gibt es im Dorf nur wenige Arbeitsplätze. Viele Erwerbstätige (mehr als 60 %) sind deshalb Wegpendler und arbeiten vor allem in Boncourt oder in der Region Porrentruy.
Verkehr
Die Gemeinde liegt an der Hauptstrasse von Porrentruy via Boncourt nach Belfort und Montbéliard in Frankreich. Die Autobahn A16, die bis 2015 sowohl mit dem schweizerischen Nationalstrassennetz als auch mit dem französischen Autobahnnetz verbunden werden soll, wird voraussichtlich ab 2012 das Gemeindegebiet im Westen queren und Buix vom heute regen Durchgangsverkehr entlasten. Am 23. September 1872 wurde die Eisenbahnstrecke Porrentruy - Delle mit einem Bahnhof in Buix eröffnet, der aber heute nicht mehr bedient wird.
Geschichte
Das Dorf erscheint 1136 erstmals als Bus in den Urkunden, 1139 wird der Name Buxium genannt. Der Dorfname ist auf das lateinische Wort buxus (Buchsbaum) zurückzuführen, dieser kommt in den umliegenden Wäldern häufig vor. Das Gemeindegebiet war aber auch schon zur Römerzeit bewohnt, was aufgrund der Funde von Überresten eines römischen Gutshofes nachgewiesen werden konnte.
Buix teilte die wechselvolle Geschichte der Ajoie, die 1271 zum ersten Mal an das Fürstbistum Basel kam. Auf dem Gemeindegebiet hatten sowohl das Kloster Bellelay als auch das Kloster Lucelle Grundbesitz. Das Dorf unterstand vom 16. bis zum 18. Jahrhundert dem Meieramt Bure. Von 1793 bis 1815 gehörte Buix zu Frankreich und war anfangs Teil des Département du Mont Terrible, ab 1800 mit dem Département Haut-Rhin verbunden. Durch den Entscheid des Wiener Kongresses kam der Ort 1815 an den Kanton Bern und am 1. Januar 1979 an den neu gegründeten Kanton Jura.
Sehenswürdigkeiten
Im Dorfkern steht die 1854 im Stil des späten Neoklassizismus erbaute Pfarrkirche Saint-Maurice, deren Turm noch vom Vorgängerbau aus dem Mittelalter stammt. Der Weiler Le Maira hat typische Bauernhäuser aus der Mitte des 19. Jahrhunderts bewahrt. Hier befindet sich die Kapelle Saint-Joseph, die 1870 errichtet wurde. Eine weitere Kapelle, Notre-Dame-du-Sacré-C?ur (1892 erbaut), steht in Valoin.
Weblinks
• Informationen über Buix
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