Buick Roadmaster
Der Buick Roadmaster war ein von dem US-amerikanischen Automobilhersteller Buick von 1936 bis 1958 und von 1990 bis 1996 gebautes Modell der oberen Mittelklasse. Buick ist eine Marke des General Motors-Konzerns.Modelljahre 1936-1958
Die Roadmaster der Zeit zwischen 1936 und 1958 wurden auf Buicks jeweils längstem Radstand gebaut und teilten sich die grundlegende Karosseriestruktur mit den großen Modellen der Schwestermarken Oldsmobile und Cadillac.
Zwischen 1946 und 1957 war der Roadmaster Buicks Spitzenmodell und wurde als Sedan (Limousine), Coupé, Cabrio und als Station Wagon (Kombi) angeboten.
1949 präsentierte Buick vom Roadmaster eine pfostenlose Hardtop-Coupé-Variente namens Riviera. Zum Modelljahr 1956 folgte die erste viertürige Hardtop-Limousine.
Der Buick Roadmaster Station Wagon des Modelljahrgangs 1953, Modell 79-R, war der letzte in den USA hergestellte Kombi mit Echtholzbeplankung. Seine Karosserie entstand bei dem Unternehmen Iona Manufacturing, das von 1946 bis 1964 sämtliche Buick-Kombikarosserien herstellte.
1959 wurde das Design der Buick-Modelle völlig überarbeitet und bei dieser Gelegenheit auch die Modellbezeichnungen erneuert; der Roadmaster wich dem Electra.
Modelljahre 1991-1996
Ende 1990 belebte Buick den Namen Roadmaster neu und bezeichnete damit einen großen, heckgetriebenen Kombi, der auf der B-Plattform von General Motors basierte und damit ein Schwestermodell des gleichzeitigen Chevrolet Caprice und des Oldsmobile Custom Cruiser darstellte.
Im Frühjahr 1991 wurde dem Kombi eine viertürige Limousine zur Seite gestellt. Zur Serienausstattung beim Roadmaster Estate Wagon genannten Kombi zählten Holzfolien-Applikationen an den Flanken, das Vista Roof, ein fest montierter Glasdacheinsatz über der zweiten Sitzreihe, Doppelairbags und ABS. Der Estate Wagon bot, dank durchgehender vorderer Sitzbank und Klappsitzen im Gepäckraum, bis zu acht Personen Raum. Legte man zweite und dritte Sitzreihe um, ergab sich ein über zwei Meter langer Laderaum. Die Heckscheibe ließ sich elektrisch separat öffnen, die Hecktüre konnte man entweder nach oben schwingen oder nach unten klappen, wodurch sich die Ladefläche verlängern ließ, oder zur linken Seite hin aufklappen.
Anfangs wurde der Roadmaster von einem von Chevrolet stammenden 5,0 l-V8 im Verein mit einer Viergangautomatik angetrieben, ab Modelljahr 1992 kam stattdessen ein vom Motor der Chevrolet Corvette abgeleiteter 5,7 l-V8 zum Einsatz.
Im Sommer 1996 endete die Herstellung des Roadmaster und seiner Schwestermodelle; damit ging die Ära der full size-Automobile klassischer Prägung bei General Motors zu Ende.
Vom Roadmaster der neunziger Jahre entstanden insgesamt rund 199.000 Exemplare.
Technik
Daten des 5,7-l-V8-Motors (Typ LT1)
;Veränderungen von 1991 - 1996:;Ausstattung:
*getönte Windschutzscheibe
*getöntes Glasdach
*automatische Gehwegbeleuchtung
*Kurvenleuchten
*elektrische, faltbare und beheizbare Außenspiegel
*integrierte und verstellbare Dachreling
*Aluminiumfelgen
*225/75R15 Stahlgürtel-Allwetter-Weißwand-Safety-Gürtelreifen (selbständige Dichtung bei Beschädigung)
*Fußmatten im vorderen und hinteren Fußraum
*Leder- oder Stoffsitzbezüge nach Wahl
*Fahrersitz 10-fach elektrisch verstellbar und mit Speicherfunktion
*6-fach verstellbare Kopfstützen
*Armlehne mit 2 Dosenhaltern und integriertem Ablagefach
*elektrische Lehnenverstellung und elektrisch verstellbare Lordosenstütze
*elektrische Fensterheber mit Auto-Funktion beim Fahrer
*verstellbares Lederlenkrad
*2 stufige Sitzheizung für Fahrer- und Beifahrersitz
*hintere Türen mit Kindersicherung
*elektronische, digitale Klimaautomatik
*elektrische Antenne
*Stereoanlage für Kassette und Radio mit Sender- und Programmsuchlauf
*automatische Lautstärkeregelung
*4 Concert Sound Lautsprecher
*Digitaluhr
*automatisch abblendender Innenrückspiegel mit 2 Leselampen
*beleuchtete Spiegel in beiden Sonnenblenden
*Fernbedienung für Zentralverriegelung, Innenbeleuchtung, elektrische Heckklappenöffnung und Alarmanlage
*programmierbare, automatische Zentralverriegelung
*Heckscheibenwischer
*Heckscheibenheizung
*Gepäcknetz
*Ladeflächenabdeckung
Quellen
Flammang, James M./Kowalke, Ron:Standard Catalog of American Cars 1976-1999. Krause Publications, Iola 1999. ISBN 0-87341-755-0
Weblinks
http://auto.consumerguide.com/auto/used/reviews/full/index.cfm/id/1998/
http://stardesign.net/buick/d/

