Buchenwaldbahn
Die Buchenwaldbahn war eine nichtöffentliche regelspurige Anschlussbahn der Weimar-Buttelstedt-Großrudestedter Eisenbahn (WGE). Sie wurde im Auftrag von Heinrich Himmler von April bis Juni 1943 provisorisch errichtet, um die Häftlingstransporte in das KZ Buchenwald und die Gütertransporte von und zu den Gustloff-Werken (Wilhelm-Gustloff-Stiftung) abzusichern. Die Strecke hatte eine Gesamtlänge von 10,5 km und führte vom Bahnhof Schöndorf (WGE) über den Kleinen Ettersberg, Großobringen und den Großen Ettersberg zum Lager.Wachmannschaften der Waffen-SS und Sonderkommandos trieben den Bau mit großer Härte voran. Nach etwas mehr als zwei Monaten war am 21. Juni 1943 die befehlsmäßige Fertigstellung vollendet, es mussten aber noch bis November Arbeiten an der Strecke durchgeführt werden, um die nötige Betriebssicherheit zu gewährleisten. Nach dem Krieg galt die durch die Thüringische Eisenbahn-AG (Theag) betriebene Strecke als reparationswürdig und wurde zunächst teilweise abgebaut. Jedoch wurde, um landwirtschaftliche Güter, Baumaterial und Personen zu befördern, die Bahn teilweise wieder aufgebaut und bis etwa 1953 durch die Deutsche Reichsbahn betrieben. Die Trasse der Buchenwaldbahn ist weitestgehend erhalten geblieben. Eine Fotodokumentation zeigt den aktuellen Zustand.
Quellen/ Literatur
*Günter Fromm/Harald Rockstuhl: Die Laura - Kleinbahn im Weimarer und Sömmerdaer Land; Die Buchenwaldbahn. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2005, ISBN 3-937135-44-8
*Hans-Dieter Rammelt: Archiv deutscher Klein- und Privatbahnen: Thüringen/Sachsen. Transpress Verlagsgesellschaft mbH, Berlin, 1994, ISBN 3-344-70905-4
Weblink
• Kleinbahnrelikte nördlich von Weimar

