Buch der Lieder
Das Buch der Lieder () ist einer der Ahnen der Shang-Dynastie, der Zhou-Dynastie und des Landes Lu rühmen.
Da die ältesten Lieder wahrscheinlich im Ahnentempel gesungen und musikalisch und tänzerisch begleitet wurden, liegt ein religiöser Hintergrund vor.
Marcel Granet sieht den Ursprung der Volkslieder in Wechselgesängen zwischen einem Mann und einer Frau, bei denen wahrscheinlich ein ritueller Hintergrund vorliegt, deren Ursprung im Ritualtanz zu finden sei, um um Fruchtbarkeit, Regen u.ä. zu bitten und die zum Anlass jahreszeitlicher Feste gesungen wurden.
Die Lieder bestehen überwiegend aus Texten mit vier Zeichen pro Vers und drei bis vier Strophen zu jeweils sechs Zeilen. Die Verse bilden Reime und sind durch Symmetrie, Juxtaposition, Wiederholung und Variation gestaltet. Ein auffallendes Element der Lieder sind die sogenannten formulae, die wahrscheinlich auf eine mündliche Überlieferung zurückgehen. Eine Formula ist eine Gruppe von Worten als semantische Einheit, die wiederholt wird, um eine wichtige Idee zu betonen, entweder innerhalb eines Liedes oder in verschiedenen Liedern. Möglicherweise führen sich auch Naturmotive des Wachsen und Werdens mit formelhaftem Charakter im Buch der Lieder auf Fruchtbarkeitskulte zurück
Bedeutung
Das Shijing hat eine große Bedeutung auch als eines der ältesten Sprachdenkmäler des Altchinesischen. Es hat daher insbesondere für die Erforschung der Grammatik und Semantik und bis zu einem gewissen Grad auch der Phonetik des Altchinesischen große Bedeutung.
Einteilung
Literatur
*Wolfgang Kubin: Geschichte der chinesischen Literatur; Band 1 Die chinesische Dichtkunst. K.G. Saur, München 2002 ISBN 3-598-24541-6
Weblinks
• Chinese Text Project: Shijingzh-classical:??
zh-yue:??

