HSV Barmbek-Uhlenhorst
{| border="0" cellpadding="2" cellspacing="1" align="right" width = "350" style="margin-left:1em; background:#CADCFB;"!colspan="3" | HSV Barmbek-Uhlenhorst
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!colspan="3" | Vereinsdaten
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|Gründung || colspan="2" | 15. Oktober 1923
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|Mitglieder || colspan="2" | 808
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|valign="top" | Adresse/
Kontakt || colspan="2" | Steilshooper Straße 210a
22307 Hamburg
Tel.: (040) 61 86 08
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|Vorsitzender || colspan="2" | Egon Dimpfl
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|Vereinsfarben || colspan="2" | Blau-Gelb
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!colspan="3" | Fußball-Abteilung
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|Spielklasse || colspan="2" | 1963-1964, 1966-1975
Hamburger Amateurmeister 1963
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|Saison 2005/06 || colspan="2" | 6. Platz (Barmbek-Uhlenhorst mit Sitz im Stadtteil Barmbek-Nord. Neben Fußball, durch den der Verein bundesweit bekannt ist, werden Handball, Tischtennis, Turnen, Gymnastik und Faustball angeboten.
Geschichte des Vereins und der Fußballabteilung
Der HSV Barmbek-Uhlenhorst entstand am 15. Oktober 1923, als sich die 150 Mitglieder starke Fußballabteilung der Hamburger Turnerschaft Barmbek-Uhlenhorst 1876 eigenständig machte.
Gründungsphase
Bereits 1925 konnte der eigene Wilhelm-Rupprecht-Sportplatz (siehe unten) eingeweiht werden. Zu diesem Zeitpunkt war der Verein auf 450 Mitglieder angewachsen, stand jedoch noch im Schatten des erfolgreichen Nachbarn USC Paloma Hamburg. Zwar konnte die 1. Fußballmannschaft 1928 in die höchste Hamburger Liga aufsteigen. Da diese jedoch nach nur einem Spieltag wegen der Fußball-Revolution den Betrieb einstellte, konnte man sich dort nicht auszeichnen. Die folgende Reform des Ligensystems hatte die erneute Einstufung in der Zweitklassigkeit zur Folge. Bis 1935 ging die Zahl dann auf 315 zurück. Während des 2. Weltkrieges bildete der Verein wie viele andere auch Kriegssportgemeinschaften (KSG), um den Spielbetrieb aufrecht erhalten zu können. Von 1943 bis 1944 bildet der Verein zusammen mit der Post_SG_Hamburg die KSG Post/BU Hamburg. Diese wurde dann am 23. Juni 1944 durch den SV_St._Georg und dem SC Sperber Hamburg zur KSG Alsterdorf erweitert.
Nachkriegszeit und Aufschwung
Ab 1946 firmierte der Verein dann als HSV Barmbek-Uhlenhorst. Nach der Aufnahme des FC Rot-Weiß Hamburg 1923 im Jahr 1949 beschloss der Verein, sich mit Wirkung vom 21. November 1954 den endgültigen Namen HSV Barmbek-Uhlenhorst 1923 zu geben. 1955 steigen die Fußballer erstmals in die Verbandsliga auf. Dort verweilt der Verein sieben Jahre, ehe nach zwei zweiten Plätzen 1960 und 1961 in der Saison_1961/62 durch ein 2:1 im Entscheidungsspiel ausgerechnet gegen Nachbar USC Paloma vor 6.000 Zuschauern der Aufstieg in die Landesliga Hamburg gelingt. Dort wird man auf Anhieb Hamburger Amateurmeister und qualifiziert sich für die Aufstiegsrunde zur zweitklassigen Regionalliga Nord. Nach dem Entscheidungsspiel um den Aufstieg gegen Leu Braunschweig (3:1) gelingt 1963 erstmals der Aufstieg in den bezahlten Fußball. Doch am Ende der Saison 1963/64 folgte als Tabellenletzter nach nur fünf Siegen wieder der Abstieg.
Jahre der Zweitklassigkeit
Doch nur zwei Jahre später konnte sich der HSV Barmbek-Uhlenhorst unter Trainer Edu Preuß mit nur drei Saisonniederlagnen souverän in der Landesliga Hamburg und in der folgenden Qualifikationsrunde für die Regionalliga Nord qualifizieren. Dort etablierte sich der Verein als dritte Kraft im Hamburger Fußball hinter dem Bundesligisten Hamburger SV sowie dem ebenfalls in der Regionalliga spielenden FC St. Pauli. Eine Grundlage bildete dabei die herausragende Jugendarbeit. Mit über dreißig Jugendmannschaften hatte der HSV Barmbek-Uhlenhorst in den 60er Jahren die zweitgrößte Jugendabteilung eines deutschen Fußballvereins. Doch auch die finanzielle Unterstützung durch Hermann Sanne, der aus einem kleinen Schrotthandel ein florierendes Entsorgungsunternehmen gemacht hatte, war ein wesentliches Element für den Erfolg. Er ermöglichte unter anderem die dringend erforderliche Ausstattung des eigenen Stadions mit einem Rasenplatz.
Der Verein sorgte zunehmend für Begeisterung beim Hamburger Publikum. Kamen 1966/67 in der ersten Saison nach dem Wiederaufsteig im Schnitt nur 1.906 Zuschauer zu den Heimspielen auf dem Sperber-Platz in Alsterdorf, waren es nach der Rückkehr auf den eigenen Platz 1969/70 bereits 3.676.
Sponsor Hermann Sanne hatte das Ziel ausgegeben, den FC St. Pauli als zweite Kraft im Hamburger Fußball abzulösen. Als während der schwierig verlaufenden Saison 1967/68 die gesamte Mannschaft kündigte, nutzte er dies als Chance und lockte zahlreiche erfahrene Spieler nach Barmbek, darunter den 14fachen Nationalspieler Willi Giesemann und den zweiten Torwart des Hamburger SV Erhard Schwerin.
Als der derart verstärkte Verein 1970/71 sogar um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga spielte und am Ende mit dem fünften Platz erstmals im oberen Tabellendrittel landete, kamen sogar 4.053 Zuschauer. Trotz der wachsenden Zuschauerresonanz und der finanziellen Unterstützung blieben die Strukturen jedoch wenig professionell. Kameradschaft und Zusammenhalt standen an erster Stelle. Statt mit dem Bus mussten die Spieler mit den eigenen PKWs zu den Auswärtsspielen fahren. Nach dem Abschied von Trainer Edu Preuß übernahm 1971 Reinhold Ertel das Training. Trotz des Wechsels von Klaus Fock, der für die Rekordablöse von 150.000 DM zum belgischen Erstligisten KFC Beeringen ging, blieb der Verein erfolgreich. Zwei fünfte und sogar ein vierter Tabellenplatz konnten jedoch dem wieder sinkenden Interesse der Zuschauer nicht völlig entgegenwirken.
Zwar gelang, verstärkt durch 11fachen Nationalspieler Gert_"Charly"_Dörfel, die Qualifikation für die neu geschaffene 2._Bundesliga_Nord. Trotz großer Zweifel entschloss sich die Vereinsführung, das Risiko 2. Bundesliga anzugehen. Wegen mangelnder Erfüllung der Sicherheitsbedingungen konnte man beispielsweise nicht auf dem eigenen Platz in Barmbek spielen, sondern musste wie früher an den Rothenbaum umziehen.
Die Saison endete mit einem Desaster. Als Tabellenletzter stand nicht nur der Abstieg in die Amateuroberliga Nord fest. Zusätzlich belasteten den Verein 500.000 DM Schulden. Eine notwendige Bürgschaft durch die Landesregierung verweigerte diese. Gerettet wurde der Verein durch eine bis dahin beispiellose Spendenbereitschaft der Bevölkerung und der Prominenz. Der Hamburger SV trat zu einem Freundschaftsspiel an, das Ernst-Deutsch-Theater spendierte den Erlös zweier Vorstellungen und als Höhepunkt wurde in 10.000er Auflage eine Langspielplatte "Stars singen für BU" heraus, auf der z.B. Heino, Gitte und Roberto Blanco zu hören waren.
Niedergang und Wiederaufstieg
Der Verein überlebte zwar finanziell, doch der Absturz in niedere Fußballregionen konnte nicht verhindert werden. Am Ende der Saison 1980/81 stand sogar der Abstieg in die Viertklassigkeit der Hamburger Verbandsliga fest und ein weiteres Jahr später folgte der erneute Abstieg, diesmal in die fünftklassige Landesliga. Im Laufe der 80er_Jahre stieg der Verein sogar bis in die sechstklassige Bezirksliga Nord ab. Danach spielte der Verein überwiegend in der Verbandsliga bzw. der Landesliga, konnte sich am Ende der Saison_2003/04 überraschend für die neugeschaffene Oberliga Nord qualifizieren. Nach einem Jahr musste BU nur knapp abstiegen. Dennoch galt die Saison als Erfolg. Denn der Verein musste sich in der neuen Liga mit den Spitzenteams aus den zwei zusammengelegten Oberligen Schleswig-Holstein/Hamburg und Niedersachsen/Bremen auseinandersetzen.
Bekannte Spieler
Stadion
Der Wilhelm-Rupprecht-Platz wurde Hamburger SV am Rothenbaum spielen, da der Wilhelm-Rupprecht-Platz als zu klein und wegen eines fehlenden Zaunes auch als zu unsicher galt.
Das Vereinsheim und der Wilhelm-Rupprecht-Platz dienten als Kulisse für den Tatort Platzverweis für Trimmel aus dem Jahr 1973 mit Walter Richter als Kommissar Trimmel.
Handball
Die Handballer des HSV Barmbek-Uhlenhorst sind Teil der Handballgemeinschaft Hamburg - Barmbek, der auch der SC Urania Hamburg, der VfL 93 Hamburg sowie USC Paloma Hamburg angehören. Die Männer spielen zur Zeit in der viertklassigen Oberliga Hamburg.
Weblinks
• Vereinshomepage www.hsv-bu.de
• Handballgemeinschaft Hamburg-Barmbek
Literatur
* HSV Barmbek-Uhlenhorst in: Hardy Grüne (2001): Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7. Kassel: AGON Sportverlag, S. 35. ISBN 3-89784-147-9
* HSV Barmbek-Uhlenhorst. "Mein letztes Geld ..." in: Hardy Grüne (2004): Legendäre Fußballvereine. Norddeutschland. Zwischen TSV Achim, Hamburger SV und TuS Zeven. Kassel: AGON Sportverlag, S. 85-87. ISBN 3-89784-223-8
* Werner Skrentny (2001): Wilhelm Rupprecht-Platz Barmbek, in: ders. (Hrsg): Das große Buch der deutschen Fußballstadien, Göttingen: Verlag Die Werkstatt, S. 161. ISBN 3-89533-306-9.

