BSC Preussen
Der BSC Preussen war ein Berliner Eishockeyverein, der 1994 Gründungsmitglied der Deutschen Eishockey-Liga war. Am 29. April 1983 wurde nach dem gescheiterten Versuch der Fusion des deutschen_Rekordeishockeymeisters Berliner Schlittschuhclub Berliner Schlittschuh-Club Preussen e.V. und der Eishockeyabteilung des BFC Preussen dieser Verein neu gegründet.
Vom BFC Preussen wurde auch die historische Schreibung mit Doppel-S anstelle des orthografisch korrekten ?Preußen? übernomen.
Geschichte
Gründung
Im Jahr 1981 wurde die Eishockeyabteilung des Berliner Schlittschuhclub in den Berliner Schlittschuhclub Eishockey e.V. ausgegliedert. Bereits 1982 musste man aus finanziellen Gründen aufgeben und zog sich zum Ende der Saison 1981/82 aus der Eishockey-Bundesliga zurück.
2. Bundesliga (1983 bis 1987)
In den vier Spielzeiten belegte der BSC Preussen jeweils nach Abschluss der Vorrunde Platz 1, jedoch erst im vierten Anlauf gelang der Aufstieg in die Eishockey-Bundesliga.
In der Saison 1984/85 besuchten dabei knapp 130.000 Zuschauer die Heimspiele des BSC Preussen, deutschlandweit konnten nur Mannheim und Düsseldorf höhere Zuschauerzahlen verbuchen.
Bundesliga (1987 bis 1994)
Der BSC Preussen stieg 1987 in die 1._Bundesliga auf und war 1994 ein Gründungsmitglied der Deutschen_Eishockey-Liga. Am 21. September 1990 kam es zum ersten Derby mit den EHC Dynamo Berlin. Der BSC Preussen siegte mit 12:0.
Bis zum letzten Derby, das die Berlin Capitals am 03. März 2002 in der Deutschlandhalle gegen die Eisbären Berlin mit 5:3 gewannen, gab es insgesamt 48 Derbys. Dabei gab es 28 Siege, 18 Niederlagen und zwei Unentschieden.
Deutsche Eishockey-Liga (1994 bis 2002)
Am 30.05.1995 wurde die Preussen Devils GmbH gegründet, die am 19.7.1996 in Berlin Capitals Eishockey GmbH umbenannt wurde und 1999 wieder den Zusatz Die Preussen erhielt.
Zu einem der schwärzesten Tage der Vereinsgeschichte zählt der 06.10.1998. An diesem Tag bricht Stephane_Morin beim DEL-Spiel Oberhausen - Capitals (Stand 0:3) während des 2. Drittels auf der Bank zusammen und verstirbt kurze Zeit später im Krankenhaus.
Neuanfang und endgültiges Aus (2002 bis 2004)
Nach dem Ausschluss der Berlin Capitals Eishockey GmbH, in die die Profimannschaft ausgelagert war, im Sommer 2002 aus der DEL und der darauffolgenden Insolvenz der GmbH, startete die Seniorenmannschaft des EC Berlin Capitals e.V. einen Neuanfang in der Regionalliga 2002/03. Es gelang der sofortige Aufstieg und man nahm 2003/04 an der Eishockey-Oberliga teil.
Berliner Schlittschuhclub Preussen und ECC Preussen Juniors
Nach der Insolvenz des Vereins 2004 wurde für den Nachwuchs der "Eishockey_Club_Charlottenburg_Preussen_Juniors_Berlin_e.V." und für den Profibereich die "Berliner Schlittschuhclub Preussen GmbH" gegründet, die in Kooperation mit dem Berliner Schlittschuhclub unter dem Namen "Berliner Schlittschuhclub Preussen" (BSchC Preussen) 2004/05 an der Oberliga teilnahm.
Nach Beendigung der Saison 2004/05 ging dann der BSchC Preussen ebenfalls in Insolvenz, es gibt bis 2007 noch keinen Nachfolger, es blieben der ECC Preussen Juniors Berlin und auch der FASS Berlin, auf die sich die Fans jetzt aufteilen.
Spielstätten
Der Verein spielte von 1983 bis 2001 in der Eissporthalle Jafféstraße, bevor er aufgrund des Hallenabrisses in die für Eishockey umgebaute Deutschlandhalle umzog, wo er bis 2004 spielte.
Sportliche Erfolge seit 1983
Berühmte Spieler
George Holzmann
Lorenz Funk sen.: Deutscher Meister 1973 und 1976 mit dem Berliner Schlittschuh Club, Gewinner der Bronzemedaille 1976 in Innsbruck mit der Eishockey-Nationalmannschaft, ehemals Rekordnationalspieler
Klaus Merk: Deutscher Nationaltorhüter, der gegen den Lokalrivalen Eisbären Berlin zwei Tore erzielte.
Präsidenten des BSC Preussen
Hermann Windler 1983 bis April 1995
Axel Banghard 04.05.1995 bis 1997
Lorenz Funk 2002 bis 2004 (EC Berlin Capitals e.V.)
Trainer
Jim Settters
Franz Funk
Lorenz Funk sen.: Deutscher Meister 1973 und 1976 mit dem Berliner Schlittschuh Club, Gewinner der Bronzemedaille 1976 in Innsbruck mit der Eishockey-Nationalmannschaft, ehemals Rekordnationalspieler
Olle Öst
Craig Sarner
Billy Flynn (???? - 1994)
Kevin Primeau (1994 - 1995)
Curt Lundmark (1995 - 1996)
Peter Ustorf (1996 - 1997)
Michael Komma (1997, 1999)
Dale McCourt (1998 - 1999)
Chris Valentine
Gunnar Leidborg (2001 - 2002)
Andreas Brockmann (2002 - 2004)
Literatur
Ralf Grengel: Bosse Spieler Coaches, Preussen, 10 Jahre Eine Eiskalte Leidenschaft. Klaus Kelle Verlag, Berlin 1993
Weblinks
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